Strauchbeerenernte 2025 um gut 23 % gestiegen
WIESBADEN (ots)
- Höchste Erntemenge seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012
- Kulturheidelbeere bedeutendste Strauchbeerenart
- Strauchbeerenernte aus ökologischer Erzeugung trotz gesunkener Anbaufläche um gut 43 % gestiegen
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland auf einer Anbaufläche von rund 9 000 Hektar gut 45 700 Tonnen Strauchbeeren geerntet. Während die Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr mit -2,0 % leicht abnahm, stieg die Erntemenge um 23,5 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren die günstigeren Witterungsbedingungen des Jahres 2025 im Vergleich zum durch Spätfröste und Trockenheit geprägten schlechten Erntejahr 2024 eine Ursache für den deutlichen Anstieg der Erntemenge. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre nahm die gesamte Strauchbeerenernte 2025 um 13,3 % zu. Damit wurde seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012 die bisher größte Erntemenge von 45 600 Tonnen im Jahr 2021 übertroffen.
Kulturheidelbeeren haben den größten Anteil an der Erntemenge
Die Kulturheidelbeere war mit einer Anbaufläche von 3 450 Hektar (-1,4 % gegenüber 2024) auch 2025 die bedeutendste Strauchbeerenart in Deutschland. Ihr Anbau umfasste rund 38 % der gesamten Strauchbeerenfläche und -erntemenge. Mit 17 300 Tonnen wurden 14,4 % mehr Kulturheidelbeeren geerntet als 2024.
Die Strauchbeerenarten mit den größten Erntemengen nach Kulturheidelbeeren waren Rote und Weiße Johannisbeeren mit 9 300 Tonnen (+37,3 % gegenüber 2024), Himbeeren mit 6 200 Tonnen (-11,1 %) und Schwarze Johannisbeeren mit 5 900 Tonnen (+107,4 %).
Strauchbeerenanbau in Gewächshäusern leicht gestiegen
Die Anbauflächen in Gewächshäusern und anderen hohen begehbaren Schutzabdeckungen wurden 2025 um 2,6 % auf 590 Hektar ausgeweitet, während die Erntemenge um 2,8 % auf knapp 6 500 Tonnen abnahm.
Der Anbau unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen wird vorwiegend für Himbeeren genutzt, die 2025 mit 77,4 % den größten Anteil an den geschützten Anbauflächen einnahmen. Der nahezu stetige Anstieg der geschützten Anbaufläche für Himbeeren seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012 hat sich 2025 nicht weiter fortgesetzt. Diese ist mit 450 Hektar gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant geblieben.
13 % ökologische Strauchbeerenernte von knapp einem Drittel der Anbaufläche
Knapp ein Drittel (32,2 % beziehungsweise 2 900 Hektar) der gesamten Anbaufläche für Strauchbeeren wurde 2025 von Betrieben mit vollständig ökologischer Erzeugung bewirtschaftet. Dabei wurden rund 6 000 Tonnen Strauchbeeren geerntet, die einen Anteil von 13,0 % der gesamten Strauchbeerenernte ausmachten. Die ökologische Anbaufläche ging gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % leicht zurück, während die Erntemenge gegenüber dem schwachen Erntejahr 2024 um 43,5 % stieg.
Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre nahm die ökologische Strauchbeerenernte um 25,4 % zu. Nur im Jahr 2021 wurde mit 7 100 Tonnen eine noch höhere ökologische Erntemenge erzielt.
Die bedeutendste Kulturart im ökologischen Strauchbeerenanbau war auch 2025 die Aroniabeere mit 870 Hektar, gefolgt von der Kulturheidelbeere mit 590 Hektar und Sanddorn mit 480 Hektar. Mit gut 1 800 Tonnen (+15,6 % gegenüber 2024) entfiel die größte ökologische Erntemenge auf Kulturheidelbeeren, gefolgt von Aroniabeeren mit gut 1 500 Tonnen (+194,8 %).
Methodische Hinweise:
Hohe begehbare Schutzabdeckungen sind feste oder bewegliche Gewächshäuser oder andere Schutzabdeckungen aus Glas, festem Kunststoff oder Folie. Dazu zählen Schutz- und Schattennetze mit einem sehr dichten Gewebe und einem Beschattungsgrad von 80 % und mehr. Nicht begehbare Einrichtungen wie tragbare Aufzuchtkästen, niedrige Tunnel und andere gehören nicht dazu, ebenso wie Schattennetze mit einem Schattenwert von unter 80 %, Hagelschutznetze, vorübergehende Regenschutzsysteme und Insektennetze.
Weitere Informationen:
Detaillierte Ergebnisse bieten die Tabellen 41232 in der Datenbank GENESIS-Online.
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