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01.10.2006 – 20:36

Rheinische Post

Rheinische Post: Schutz vor Masern

    Düsseldorf (ots)

Von Eva Quadbeck

    In punkto Masern-Schutz droht Deutschland zum Entwicklungsland zu werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zum Ziel gesetzt, die Masern bis 2010 auszurotten. Dafür müssen 95x0fProzent der Bevölkerung gegen das Virus geimpft sein. Derzeit aber erhalten nur etwa zwei Drittel der Kinder den nötigen Schutz. Das ist ein Skandal. Ein Drittel der Eltern lässt die Kinder aus Nachlässigkeit oder Ideologie nicht impfen. Dies ist genauso unverantwortlich, wie Flaschen mit giftiger Lösung in Reichweite eines Kindes zu stellen. Der einzige Unterschied: Vergiftung ist nicht ansteckend. Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU), siebenfache Mutter und Ärztin, hat Recht: "Wir brauchen eine Impfpflicht gegen Masern." Wer seine Kinder nicht gegen Masern impfen lässt, spielt russisches Roulette. Denn Masern sind keinesfalls eine harmlose Kinderkrankheit. Sie können tödlich ausgehen und verursachen in einem von 1000 Fällen schwere Hirnentzündungen - teilweise mit bleibender geistiger Behinderung. In den USA und in Kanada dürfen Kinder öffentliche Kindergärten und Schulen nur dann besuchen, wenn sie einen Masern-Schutz haben. Das wäre auch für Deutschland ein gangbarer Weg.

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