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Rheinische Post: Die Großtat EU

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann

    Bei einem so gigantischen Generationenprojekt wie der Integration Europas sind Zweifel seiner Bürger an der Mammutaufgabe durchaus erlaubt. Doch sie sind kein Urteil über Erfolg oder Misserfolg einer politischen Großtat, die noch nicht beendet ist. Was aber nach den Jahrhunderten durchlebten und durchlittenen Leids, nach millionenfacher Vertreibung, Verfolgung, gar Vergasung von Menschen am Geburtsort von zwei Weltkriegen geschah, verdient das Etikett Pionierleistung. Erstmals wird im Nachkriegseuropa ein Horizont erkennbar, der über die engen Grenzen seiner Nationen weit hinausreicht. Diese Vision eines künftig in Frieden und Freiheit lebenden Europas sollte am heutigen Europatag kein Grund zur Verzagtheit sein, nur weil Probleme der Agrarmarktordnung, der Bürokratie, der Finanzierung oder der Vereinheitlichung von Sozialstandards nicht über Nacht gelöst werden. Die Europäische Union hat sich nach Osten ausgedehnt, nicht imperialistisch und mit Zwang. Es waren die Anziehungskraft der EU und der Wunsch der Menschen dort, dazuzugehören. Das fordert Teilen, denn Europa ist auch Ideenschmiede und Solidargemeinschaft. In Zeiten härter werdender Globalisierung braucht die EU nun starke neue Impulse.

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