Das könnte Sie auch interessieren:

"Die Geissens" werden in den Adelsstand gehoben

München (ots) - "Die Geissens" zwischen Obertauern und Paris - Neue Doppelfolge über Deutschlands wohl ...

Neuer Opel Zafira Life: So clever kann groß sein

Rüsselsheim (ots) - - In neuer Dimension: Die nächste Generation des Großraum-Pkw fährt vor - In ...

Kraftvolle Kooperation: Fitness-Magazin SHAPE launcht "Sophia Thiel Magazin" / Ab 9. Januar 2019 im Handel

München (ots) - Sie war die erste Influencerin auf der Titelseite von SHAPE. Jetzt wachsen die starken Marken ...

03.03.2006 – 20:59

Rheinische Post

Rheinische Post: Lehrstück über unsere Schulen

    Düsseldorf (ots)

Von Jens Voss

    Die Desi-Studie über die Englisch-Kenntnisse unserer Schüler ist in doppelter Hinsicht wertvoll. Zum einen offenbart sie einmal mehr einen bildungspolitischen Skandal: die Vernachlässigung der Hauptschulen. Fast ein Drittel der Englischlehrer dort hat ihr Fach nicht studiert - und sieht sich einer mit besonderen Problemen behafteten Schülerschaft gegenüber. Wie soll das gutgehen? Desi rückt eine Binsenweisheit in helles Licht: Gut qualifizierte Lehrer braucht das Land. Warum eigentlich glaubte man, bei Hauptschulen faule Kompromisse machen zu können? Den Lehrern, die dort heute Englisch unterrichten, ist kein Vorwurf zu machen - sie versuchen nur die Lücken zu stopfen, die eine falsche Personalpolitik aufgerissen hat. Zum anderen mündet die Desi-Studie erfrischend konkret in einer Analyse des Unterrichtsgeschehens. Auch darin leuchtet eine Binsenweisheit auf, die in den ideologisch geprägten Bildungsdebatten der Vergangenheit oft untergegangen ist: Auf den Unterricht kommt es an. Die Wissenschaftler betonen etwa, dass die Einbindung von Hausaufgaben in den Unterricht das Lernen fördert - daraus wird eine Anfrage an die Lehrerschaft: Wie werden denn nun Hausaufgaben in den Unterricht eingebettet - viel, wenig, gar nicht? Es sind solche Fragen, die unsere Schulen voranbringen. Die deutsche Bildungsdebatte ist im Klassenzimmer angekommen. Endlich.

Rückfragen bitte an:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Rheinische Post
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung

Weitere Meldungen: Rheinische Post