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Rheinische Post: Festtage des Sports

    Düsseldorf (ots) - Von Martin Beils

    Mit größter Selbstverständlichkeit grätschen englische Fußballprofis am zweiten Weihnachtsfeiertag über durchnässte Rasenplätze. Am traditionellen "Boxing Day" - dem Tag, an dem Geschäftsleute einst die leeren Geschenkekisten bei den Kunden abholten - führt der Weg seit jeher ins Stadion. In Deutschland machten gestern Eishockey-, Handball- und Basketball-Liga aus dem eigentlich der Familie gewidmeten christlichen Feiertag einen Festtag des Sports. Ein Angebot, das auf Nachfrage traf, wie die hohen Zuschauerzahlen beweisen. Die Vermarkter haben die stillen Tage entdeckt. Sie besetzen mit Erfolg die wenigen Nischen im Kalender. Das heutige Handball-Spitzenspiel zwischen Gummersbach und Kiel ist seit Wochen mit 20.000 Zuschauern ausverkauft. Schalke erwartet am Freitag zum Biathlon sogar 50.000 Besucher in der Arena. Und morgen beginnt die Vierschanzentournee mit der Qualifikation in Oberstdorf. Mancher mag die Nase rümpfen über diese Form des "Oh, du fröhliche" im Winkel "zwischen den Jahren". Doch es gibt schlimmere Arten, das Jahr ausklingen zu lassen. Etwa indem man sich gegenseitig daheim auf den Wecker geht. Oder den lieben, langen Tag vor der Glotze hängt. Oder die Flucht an die Theke antritt.

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