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Rheinische Post: Truppenabzug 06 Von GODEHARD UHLEMANN

    Düsseldorf (ots) - Die USA ziehen Truppenteile im kommenden Jahr aus dem Irak zurück. Außenministerin Rice sagt, Truppen in der jetzigen Stärke würden dann dort nicht länger benötigt. Die Regierung wird mit diesem Schritt versuchen, ihren Kritikern Wind aus den Segeln zu nehmen - immerhin sind 63 Prozent der Amerikaner für einen Abzug. Doch man kann es drehen und wenden wie man will, Bush kann die Soldaten erst heimholen, wenn die Iraker selbst in der Lage sind, ihre Sicherheit einigermaßen sicherzustellen. Alles andere wäre verantwortungslos. Die Aufständischen und auch die Terroristen dürfen einen Truppenabbau nicht als eine von ihnen erzwungene Folge ihrer Gewalt verkaufen können. Es wäre das falsche Signal und die falsche Botschaft. Gewalt darf sich auch im Irak nicht lohnen.

    Die USA werden also den Irak nicht über Nacht verlassen. Sie werden ihren Rückzug einleiten, mehr nicht. Ein Teil der Soldaten wird wohl in Kuwait bleiben. Dahinter versteckt sich die Botschaft an den gesamten Mittleren Osten, jederzeit militärisch eingreifen zu können. Der israelisch-palästinensische Konflikt ist längst nicht ausgestanden. Die Frage der vermuteten iranischen atomaren Aufrüstung und Bedrohung ist noch nicht beruhigend beantwortet.

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