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Rheinische Post: Verpuffte Reform

Düsseldorf (ots)

Von Eva Quadbeck
Bezahlt haben die Gesundheitsreform vor allem die Patienten: Mit 
der Praxisgebühr und höheren Zuzahlungen bei Medikamenten haben sie 
für Milliarden-Überschüsse bei den Krankenkassen gesorgt. Im Gegenzug
sollten eigentlich die Beiträge sinken. Das Versprechen wird wegen 
der explosionsartig gestiegenen Arzneimittelkosten nun wieder 
kassiert. Im Klartext: Was von der Gesundheitsreform übrig bleibt, 
sind die abgewälzten Kosten auf die Versicherten. Für die Konjunktur 
ist das auch schlecht.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die ihr Amt behalten soll, hat 
die Schuldigen schnell gefunden: die Ärzte. Sie würden zu viel und zu
teuer verschreiben. Damit macht es sich die Ministerin aber zu 
leicht. Selbstverständlich müssen sich Ärzte und ihre 
Standesvertreter mehr unabhängige Informationen darüber einholen, 
welche neuen teuren Medikamente sinnvoll und welche überflüssig sind.
Hier stehen sie zugegeben vor einer schwierigen Aufgabe: Die 
Vertreter und Lobbyisten der Pharmahersteller gelten als besonders 
hartnäckig.
Klar ist, dass die nächste Runde der Gesundheitsreform die Strukturen
effizienter machen muss. Ein weiterer Griff in das Portemonnaie der 
Versicherten hilft nicht weiter.

Rückfragen bitte an:

Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2303

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