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Rheinische Post: Zahl der Arbeitsunfälle von Pflegekräften stark gestiegen

Düsseldorf (ots) - Die Zahl der gemeldeten Arbeitsunfälle von Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen ist in den zehn Jahren zwischen 2007 und 2017 drastisch um knapp 50 Prozent gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag) vorliegt. Demnach verzeichnete die Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die im dem Sektor der Unfallversicherungsträger für Angestellte ist, einen Anstieg von 74.321 auf 111.432 Arbeits- und Wegeunfälle in dem Zehn-Jahres-Zeitraum bis 2017. Insgesamt ist die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle der Antwort zufolge seit 2007 um 5,5 Prozent auf gut eine Million im vergangenen Jahr gesunken. Gründe für den Zuwachs an Arbeitsunfällen im Gesundheits- und Pflegebereich dürften zum einen der Beschäftigungszuwachs in dem Zeitraum sein. Zum anderen berichten Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen immer wieder über Personalknappheit, Zeitnot, Überforderung, Stress und hohe Krankenstände. Auch dies dürfte mehr Arbeitsunfälle verursacht haben. Betroffen sind vor allem Frauen, die den überwiegenden Teil der Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegesektor stellen. Im Gesundheitssektor stiegen die Entschädigungsleistungen der Unfallversicherungen um 80 Prozent, wie aus der Antwort hervorgeht. "Die Beschäftigten in Gesundheit und Pflege - viele davon Frauen - leisten enorm wichtige Arbeit. Dass es hier offensichtlich mit dem Arbeitsschutz hapert, ist nicht zu fassen", sagte Linken-Politikerin Jutta Krellmann.

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