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Rheinische Post: NRW-Grüne und Transparency fordern von Linssen mehr Transparenz in der Offshore-Affäre

Düsseldorf (ots) - Wegen der ausweichenden Erklärungen zu seinen privaten Geldgeschäften auf den Bahamas gerät Ex-NRW-Finanzminister Helmut Linssen (CDU) zunehmend in die Kritik. "Linssen hat mit mehreren Hunderttausend Euro auf den Bahamas jongliert und sich außerdem sechsstellige Geldbeträge in bar von einer Luxemburger Bank auszahlen lassen. Damit stellt sich die Frage, ob er sich wie die Offshore-Steuer-Trickser verhalten hat, die Deutschland heute zu recht nicht mehr duldet", sagte der Fraktionschef der Grünen im NRW-Landtag, Reiner Priggen, der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). Linssens bislang ausweichenden Erklärungen zu dem Thema passten "nicht zu seiner hohen Reputation und seinen wichtigen Ämtern als Finanzchef der RAG-Stiftung und als Bundesschatzmeister der CDU", sagte Priggen. Kritik kommt auch von der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International. "Mit seinem weitgehenden Schweigen zu der Offshore-Affäre trägt Helmut Linssen wesentlich zur Politikverdrossenheit in Deutschland bei. Er tut sich damit auch selbst keinen Gefallen", sagte Transparency-Sprecher Andreas Riegel der Zeitung. "Linssen sollte seine Offshore-Aktivitäten offen legen, um den Rücken wieder frei zu haben für die RAG-Stiftung und die CDU."

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