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Rheinische Post: Problem Hamas

Düsseldorf (ots) - Die Spaltung der Palästinenser gilt seit Jahren als eines der wichtigsten Hemmnisse auf dem Weg zu einer Friedenslösung für den Nahen Osten. Jetzt wollen sich die verfeindeten Brüder - die Hamas-Regierung im Gazastreifen und die im Westjordanland dominierende Fatah von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas - zusammengerauft haben. Doch das ist nur auf den ersten Blick eine gute Nachricht. Denn solange die radikal-islamische Hamas das Existenzrecht Israels weiter infrage stellt, ist nur schwer vorstellbar, dass der Judenstaat mit der künftigen Einheitsregierung zusammenarbeitet. Der palästinensische Schulterschluss droht damit direkt in die nächste Sackgasse zu führen. Im schlimmsten Fall kapern die Hamas-Islamisten am Ende auch noch das Westjordanland. Dann hätten bei den Palästinensern endgültig die Scharfmacher das Sagen. Daran wäre Israel zwar nicht ganz unschuldig - mit ihrer unverantwortlichen Siedlungspolitik hat die Netanjahu-Regierung jeden Fortschritt im Verhältnis zu den Palästinensern sehenden Auges sabotiert. Trotzdem muss der Westen auch der künftigen Palästinenserführung klar machen: Mit Leuten, die die Vernichtung Israels fordern, kann nicht verhandelt werden.

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