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Rheinische Post: Kinder im Schlamm Kommentar Von Godehard Uhlemann

Düsseldorf (ots) - Da stehen sie nun in ihrer Not, durchnässt, verschlammt, hungrig und ihrer Heimstatt beraubt. Die Bilder der in Pakistan vom Wasser getroffenen Kinder gehen an die Nieren. Mitleid ist gefragt, aus dem echte Mithilfe erwächst. Pakistans Flutopfer - ob groß oder klein - sind auf den Rest der Welt angewiesen. Sie wollen und sollen überleben. Bleibt diese Hilfe aus, drohen Not und für viele von ihnen der Tod. Trotz Geberkonferenz und der Zusagen vieler Regierungen spenden die Deutschen zögerlich. Das hat mit dem Erscheinungsbild eines Atomstaates zu tun, in dem Islamisten für Schlagzeilen sorgen und dessen Grenzregion zu Afghanistan als Wiege der Taliban gilt. Die Regierung Pakistans hat ihrerseits Islamisten-Hilfsorganisationen den Kampf angesagt. Sie weiß um die Gefahr dieser Militanten für das Gemeinwesen. Unsere Hilfe für Pakistan kommt bei den Opfern an, obwohl keine Gelder direkt an die Betroffenen ausgezahlt werden. Es geht um die Finanzierung von Projekten in einem Gebiet, das halb so groß wie Deutschland ist und in dem 20 Millionen Menschen buchstäblich im Wasser stehen. Es geht um Wasserpumpen, Medikamente, Lebensmittel und Unterkünfte - und um das Leben von Kindern.

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