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Rheinische Post: Neue Schule in NRW Kommentar Von Gerhard Voogt

Düsseldorf (ots) - Mit der Genehmigung der ersten Gemeinschaftsschule setzt Rot-Grün ein zentrales Wahlkampfziel um. Reflexartig kritisierten die schulpolitischen Sprecher von CDU und FDP gestern das "Herumfummeln an der Schulstruktur" als "ideologisches Hirngespinst". Eine gelernte Position - ob sie Zukunft hat, bleibt abzuwarten. FDP-Parteichef Andreas Pinkwart war in den Sondierungsgesprächen mit Rot-Grün in der Schulfrage schon zum Einlenken bereit. CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid hat bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die schulpolitischen Ziele der Union überprüfen soll. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte der CDU in einer Analyse bescheinigt, die Wahl maßgeblich wegen ihrer Positionen in der Bildungspolitik verloren zu haben. Eine Botschaft, die die Modernisierer in der Union ernst nehmen. Noch mehr gibt vielen zu denken, dass die Gemeinden, die jetzt Gemeinschaftsschulen beantragen, überwiegend von der CDU geführt werden. Die Bürgermeister sehen in dem neuen Schultyp die Chance, die Schulvielfalt auf dem Land zu erhalten. Solange die Gemeinschaftsschule nicht von oben, sondern nur auf Wunsch der Betroffenen eingeführt wird, sollten die Skeptiker ihr eine Chance geben.

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