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Rheinische Post: Alles in Butter Von Martin Bewerunge

    Düsseldorf (ots) - Butter wird teurer. Und zwar gleich um 30 Prozent. Das lässt nicht nur die weitgereiste Butterfahrten-Fangemeinde aufmerken. Sahnt da wer ab? Für die Leute im Laden ist alles in Butter, wenn der Butterpreis stimmt. Und auch die Milch macht's. Denn dann, sagen Wissenschaftler, klappt's auch mit dem ganzen Einkauf gleich besser. Aber stimmt der Preis? Butter war zuletzt so teuer wie nach der Währungsreform 1948. Milch ist meist billiger als Mineralwasser. Geradezu unanständig billig, wenn man bedenkt, wie hoch angesehen beispielsweise Butter eigentlich ist: Zum Backen nimmt man schließlich nicht einfach Butter, sondern "gute" Butter, und auch das Butterbrot genießt Kultstatus. Spektakulär erscheint demnach weniger der Anstieg des Butterpreises als der Umstand, dass er so tief sinken konnte. Die Milchbauern sind deshalb sauer auf die EU, auf ihre Quoten und auf die Globalisierung, die Discounter wurden des Dumpings gescholten, und allerlei Subventionen verwässern den Preis zur Milchmädchenrechnung. Am Ende aber hängt er  wie immer  doch nur von Angebot und Nachfrage ab. Letztere zieht jetzt offenbar wieder an. Die Verbraucher lassen sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Eigentlich ein gutes Zeichen.

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