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10.12.2008 – 19:21

Rheinische Post

Rheinische Post: Uni-Reparatur Kommentar VON BERTRAM MÜLLER

Düsseldorf (ots)

Bröckelnder Putz, Schimmel an den Wänden und
undichte Dächer  so erleben zahllose Studenten in NRW seit Jahren 
ihren Hochschul-Alltag. Im März fiel in einem Hörsaal der Kölner Uni 
gar eine Lampe von der Decke. Endlich belässt es die Landesregierung 
nicht mehr dabei, lediglich ihr Bedauern über die Zustände 
auszudrücken. Bis zum Jahr 2020 will sie acht Milliarden Euro für die
Sanierung der 33 Hochschulen des Landes bereitstellen. Deutsche 
Hochschulen sind nicht nur deshalb gezwungen, sich attraktiv zu 
halten, weil sie im Zeitalter der Studiengebühren ihren Studenten 
etwas bieten müssen. Die Unis und Fachhochschulen müssen auch darauf 
achten, dass sie fähige Ausländer anlocken. Die nämlich zieht es 
schon seit Jahren eher in englischsprachige Länder. Und wenn sie nach
dem Abschluss des Studiums bleiben, bereichern sie dort die 
Volkswirtschaft und Kultur  nicht bei uns. Staatliche Hochschulen in 
Deutschland müssen aber auch deshalb an sich arbeiten, weil die 
private Konkurrenz wächst. Sie bietet meist bessere 
Studienbedingungen, bis hin zu individuellerer Betreuung. Die 
Uni-Reparatur in NRW ist, so besehen, erst ein kleiner Schritt  ein 
höchst lobenswerter, aber auch ein überfälliger.

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