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Rheinische Post: Terror-Botschaft

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann

    Wenn Osama bin Laden sich zu Wort meldet, muss die Öffentlichkeit hinhören. Die Botschaften des Chefs des Terror-Netzwerkes al Qaida sind in der Regel Kampfansagen. Da al Qaida weltweit Terror verübt, muss man ihn auch global ernst nehmen und ihn konsequent bekämpfen. Nun ruft bin Laden zum Heiligen Krieg gegen Israel auf. Das ist an sich nicht neu. Der Judenstaat war für ihn immer ein Reizthema. Damit ließen sich Gefolgsleute mobilisieren. Den mühsam wieder in Gang gebrachten Nahostprozess zwischen den Palästinensern und Israel will er zerstören. Damit schadet er auch noch den USA, deren Präsident Bush Friedens-Fortschritte braucht, schon um nach dem Irak-Desaster zum Amtsende nicht mit leeren Händen da zustehen. Palästinenserpräsident Abbas warnte schon im Wahlkampf 2006 vor al-Qaida-Einfluss in Gaza - vergebens. Bin Laden macht sich immer mehr islamische Staaten zu Feinden, die um Stabilität ringen. Wer wie Frau Bhutto in Pakistan einen Anti-Terror-Kurs befürwortete und Aufgeklärtheit das Wort redete, musste der al-Qaida-Logik gemäß beseitigt werden. In der Türkei wurde nun eine al-Qaida Zelle ausgehoben - ein westlich orientiertes Land, das mehrfach von Terror getroffen wurde.

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