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Weser-Kurier: Christoph Sonnenberg über Werder Bremen

Bremen (ots) - Alte Leier

Das müde 0:0 im Nordderby entfachte keine Erinnerung an bessere Zeiten, dafür war die Leistung beider Mannschaften zu schwach. Die vielen langen Bälle, die vielen Fehlpässe und der nicht erkennbare taktische Plan Werders erinnerten an die letzte Phase unter Robin Dutt im Herbst 2014. Auch damals hatte jeder Spieler nach einer Serie ohne Sieg so viel mit sich selbst zu tun, dass auf dem Platz kein Miteinander mehr entstand. Ohne funktionierendes Kollektiv wird es aber keine Entwicklung zum Besseren geben. Dass Frank Baumann noch keine Gespräche mit potenziellen Nachfolgern führt, ist ehrenvoll. Der Sportchef steht loyal zu Alexander Nouri. Der Satz, die Ruhe zu bewahren, ist im Bremer Sprachschatz tief verankert, er steht sinnbildlich für die Werte des Klubs. Die Ruhe zu bewahren darf aber nicht bedeuten, nichts zu tun. Eines verwundert: Die Aussagen und die Tonalität sind seit Saisonbeginn gleich. Egal ob es eine Niederlage gegen Bayern am 2. Spieltag oder ein Remis gegen den HSV am 7. Spieltag gab, die Erklärungen des Ergebnisses ähnelten sich stark. Nur Ruhe zu bewahren, wird nicht reichen.

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