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Weser-Kurier: Kommentar von André Fesser über Schulen ohne W-Lan

Bremen (ots) - Irgendwie kennt man das doch von früher: Wenn der Dia-Projektor nicht funktionierte, die historische Weltkarte von der Wand fiel oder das Englisch-Buch die Seiten verlor, dann war das in der Schule ganz normal - Alltag eben. Heute müsste das nicht mehr so sein, denn die Fotos, die Weltkarte und die Vokabelliste gibt es auch online. Dumm nur, dass viele Schüler und Lehrer gar nicht online gehen können. Die Breitbandverbindungen sind in vielen Schulen zu schmal, und W-Lan ist vielerorts noch eine Zukunftstechnologie. Die Idee von der digitalen Bildung, die Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan verfolgt, zielt also in die richtige Richtung. Lernplattformen im Netz, Kommunikationsforen für Schüler und Lehrer können helfen, Unterrichtsinhalte verfügbar zu machen, und so den Zugang zum Wissen verbessern. Zugleich machen sie die Inhalte für junge Leute attraktiver, weil sie über eine Technik vermittelt werden, mit denen die Schüler außerhalb der Schule sowieso ständig umgehen. Bislang gibt es in Bremen zwei Klassen von Schulen: die mit W-Lan und die ohne. Dies gilt es nun zu ändern, und zwar schnell. Denn sonst ist Schule wieder wie früher.

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