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Weser-Kurier: Zur Stromtrasse Suedlink schreibt Michael Lambek:

Bremen (ots) - Kreise wie Verden und Rotenburg gehören im Spiel "Wer entkommt der Trasse?" noch zu den glücklichen. Denn sie haben eine Chance, die ungeliebten Überlandleitungen zu vermeiden, obwohl die ursprüngliche Planung sie als Überspannungsgebiet vorgesehen hat. Es gibt offenbar im nördlichen Teil des Suedlink-Korridors eine Alternative, die den Kriterien für die Trassenplanung, nämlich "möglichst kurz und gestreckt" eher entspricht als die zunächst geplante Linie. Zudem haben Rotenburg und Verden einen Bundestagsabgeordneten im Boot, der genau diesen Umstand auf kürzestem Dienstweg in Berlin offensiv kommuniziert. Es erweist sich dabei, dass der Netzbetreiber Tennet offenbar in einem Akt vorauseilenden Gehorsams Truppenübungsplätze aus seinen Planungen ausnimmt, obwohl die Bundeswehr das nicht verlangt. Dies könnte ein Baustein für den erfolgreichen Versuch Verdens und Rotenburgs sein, der Trasse zu entkommen. Solche Erfolge dürften allerdings die Ausnahme bleiben. Da in einem hoch industrialisierten Land unter den Bedingungen der Energiewende regionale Stromproduktion nicht ausreichen kann, muss die Energie überregional verteilt werden. Irgendwo muss die Stromtrasse liegen, sonst ist kein Saft auf der Dose.

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