Das könnte Sie auch interessieren:

SKODA gibt einen ersten Eindruck der aufgewerteten SUPERB-Modellreihe in einem Teaservideo

Mladá Boleslav (ots) - - SKODA stellt überarbeitetes Flaggschiff vor, das erstmals auch in einer ...

kinokino Publikumspreis geht an "Another Reality" / Erstmals verleihen 3sat und Bayerischer Rundfunk den Preis des Filmmagazins gemeinsam

Mainz (ots) - Die Redaktion von "kinokino", dem Filmmagazin von 3sat und Bayerischem Rundfunk, lobte auf dem ...

Erste Bilder des neuen Ford Focus ST Turnier

Köln (ots) - - Neues, bis zu 206 kW (280 PS) starkes Sportmodell der Ford Focus-Baureihe debütiert auch ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Westfalenpost

29.09.2013 – 20:29

Westfalenpost

Westfalenpost: Ein langer Weg Von Carsten Menzel

Hagen (ots)

Was aktuell im politischen Berlin passiert, gut eine Woche nach der Bundestagswahl, ist nicht nur der übliche Aufgalopp auf dem Weg hin zur Bildung einer neuen Regierung: Die Bundesrepublik erlebt die Neusortierung und Positionierung der etablierten Parteien nach dem parlamentarischen Tod der FDP. Denn: Es gibt auf Sicht im Bundestag einen Mehrheitsbeschaffer weniger und damit eine gravierende Veränderung im Gefüge des Parlaments. Und das betrifft nicht nur die Union, die ihren Koalitionspartner verloren hat.

Große Koalition? - Wahrscheinlich. Schwarz-Grün? - Nicht unmöglich. Rot-Rot-Grün? - Zumindest rechnerisch möglich. Alle drei Optionen, die der Wahlausgang zulässt, führen automatisch dazu, dass die beteiligten Parteien ihre Position zueinander neu festlegen müssen. Nur so sind auch die vielen Stimmen, die aus den Landesverbänden der Parteien den Berliner Spitzen sekundieren, zu verstehen.

Die Erwartungen und Vorbehalte, die formuliert werden, sind der Ausdruck der Neupositionierung: Die Grünen öffnen sich langsam zur CDU, was der Union eine Neubewertung der Öko- und Bürgerrechtepartei abverlangt. Die SPD muss ihren Standpunkt zur Linkspartei überdenken, die wiederum ihrerseits, um überhaupt auf Bundesebene koalitionsfähig zu werden, endlich selbstkritisch ihre SED-Vergangenheit aufarbeiten muss; außerdem wissen die Sozialdemokraten, wie es ist, von Angela Merkel auf unter 30 Prozent regiert zu werden. Die Begeisterung für eine Große Koalition ist daher schon aus taktischen Gründen extrem gering.

Deshalb gibt es bislang nur zwei Aussagen, die belastbar bleiben: Die Regierungsbildung wird ein schwieriger Akt. Und er wird lange dauern.

Pressekontakt:

Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Westfalenpost
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung