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Weser-Kurier: Zum Nitrat im Grundwasser schreibt Silke Looden:

Bremen (ots) - Noch werden erhöhte Nitratwerte vor allem im oberflächennahen Grundwasser nachgewiesen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis der Stickstoff in tiefere Schichten zum Trinkwasser durchsickert, denn Wasser vergisst nicht. Wir müssen heute handeln, um auch morgen noch sauberes Wasser gewinnen zu können. Es ist unbestritten, dass die intensive Landwirtschaft Ursache des Nitratproblems ist. Überall dort, wo zu viele Tiere zu viel Dung hinterlassen, der dann auf die Felder ausgebracht wird, reichert sich Stickstoff im Boden an. Biogasanlagen potenzieren das Problem, weil diese vor allem mit Mais gespeist werden, der gegen eine Überdüngung unempfindlich ist. So gelangen nicht nur die Gärreste auf die Äcker, sondern auch unverhältnismäßig viel Gülle und damit noch mehr Nitrat, wie es im Landkreis Rotenburg der Fall ist. Niedersachsen muss den Nitrat-Eintrag reduzieren. Denn Stickstoff lässt sich mit heutigen Methoden nicht aus dem Wasser herausfiltern und sammelt sich dann irgendwann auch im menschlichen Körper an, wo er sich in Nitrit umwandelt und Krebs verursachen kann. Eine Novellierung der Düngeverordnung ist überfällig. Zu Recht droht die Europäische Union bereits mit Sanktionen, wenn Deutschland die europäische Nitratrichtlinie nicht bis 2015 umsetzt.

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