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Der Tagesspiegel: Künast: Regelungen zum Umweltrecht bei Föderalismusreform müssen noch geändert werden

Berlin (ots)

Die Grünen fordern noch Veränderungen bei der
Föderalismusreform. Zudem pochen sie darauf, dass trotz der 
detaillierten Verankerung der Reform im schwarz-roten 
Koalitionsvertrag ein "ordnungsgemäßes parlamentarisches Verfahren" 
stattfindet, wie Grünen-Fraktionschefin Renate Künast dem Berliner 
"Tagesspiegel" (Dienstagausgabe) sagte. "Die Vorlage kann nicht so 
bleiben. Wir wollen in Anhörungen im Bundestag herausfinden, ob mit 
den vorliegenden Vorschlägen auch wirklich die versprochene 
Entflechtung und Vereinfachung bei der Gesetzgebung entsteht." Daran 
habe sie aber vor allem beim Umweltrecht Zweifel. Hier gehe das 
geplante neuartige Abweichungsrecht der Länder, das sie nicht 
grundsätztlich ablehne, zu weit. "Das Ziel, ein einheitliches 
Umweltgesetzbuch des Bundes zu schaffen, kann so nicht erreicht 
werden." Mit dem vorliegenden Konzept sei dem Standort Deutschland 
nicht gedient.  Künast nannte ausdrücklich das Abfallrecht, das 
Wasserrecht und den Naturschutz. Hier seien ordentliche einheitliche 
Verfahren nicht möglich.
Auch beim Thema Bildung will Künast Nachbesserungen. So müssten 
Hochschulzugang und Studienabschlüsse vom Bund geregelt werden, es 
dürfe hier kein Abweichungsrecht der Länder geben. "Bildung und 
Forschung sind die großen Zukunftsbereiche, hier  ist die bisherige 
Lösung nicht optimal." Der Bund müsse mehr Gestaltungsmöglichkeiten 
haben, auch mit Blick auf die europäische Politik, die auf mehr 
Vereinheitlichung innerhalb der EU ziele.

Rückfragen bitte an:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-419
Fax: 030-260 09-622
thomas.wurster@tagesspiegel.de

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