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Der Tagesspiegel: "Zentrum gegen Vertreibungen" plant Ausstellung in Berlin

    Berlin (ots) - Trotz andauernden Streits um Konzeption und Trägerschaft will die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach (CDU), im Sommer eine Ausstellung im Rahmen des "Zentrums gegen Vertreibungen" eröffnen. Unter dem Namen "Das Jahrhundert der Vertreibungen" startet die dreimonatige Schau am 10. August  im Berliner Kronprinzenpalais. Das bestätigte der Kurator, der Historiker Wilfried Rogasch dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Dienstag-Ausgabe). Ursprünglich sollte die Ausstellung in der St. Michaelkirche gezeigt werden, nach einem Streit um die Nutzung der Kirchenräume mit dem Erzbistum Berlin war dies  verworfen worden. Das Kronprinzenpalais gehört dem Bund und wird für zeithistorische Ausstellungen genutzt.

    "Das Jahrhundert der Vertreibungen" stellt laut "Tagesspiegel" die Vertreibungen Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg in den Zusammenhang "unterschiedlicher Erscheinungsformen von Flucht und Vertreibungen" im 20. Jahrhundert, wie es in der Konzeption der Ausstellung heißt. Steinbach will sie an diesem Dienstag vorstellen. Dazu werden vom Genozid an den Armeniern 1915 in der Türkei bis zu "ethnischen Säuberungen" in Ex-Jugoslawien in den Neunziger Jahren neun Vertreibungszusammenhänge dargestellt. Die Vertreibungen Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg würden in einen "zeithistorischen Kontext gestellt", der deutlich mache, dass die Geschichte der deutschen Vertreibungen nicht 1945, sondern 1939/40 beginne, heißt es weiter.

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