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Der Tagesspiegel: Gewerkschaften bringen Ausbildungsumlage wieder ins Gespräch

    Berlin (ots) - Zur Bekämpfung der Lehrstellenmisere haben die Gewerkschaften die Bundesregierung aufgefordert, mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. "Wir brauchen eine gesetzliche Ausbildungsumlage", sagte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

    Wenn sich die Tarifpartner eines Wirtschaftszweigs freiwillig auf eine Branchenumlage zur Finanzierung von Ausbildungsplätzen verständigten, müsse das Gesetz nicht zur Anwendung kommen. "Arbeitgeber und Gewerkschaften haben es dann in der Hand, die Anwendung des Gesetzes zu verhindern", sagte sie dem Bericht zufolge.

    Auch die IG Metall fordert die große Koalition auf, mit einer solchen Lehrstellenabgabe "wieder mehr Gerechtigkeit zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben herzustellen", wie es in einem Positionspapier heißt.

    Das Angebot der Bundesregierung, künftig beim Ausbildungspakt mitzumachen, lehnen die Gewerkschaften hingegen ab. In den vergangenen Jahren hätten sie schon bei "zu vielen erfolglosen Veranstaltungen mit Appell-Charakter" mitgemacht, sagte DGB-Vertreterin Sehrbrock.

    Bundesregierung und Wirtschaftsverbände wollen an diesem Montag eine Bilanz des Ausbildungsjahres 2005 ziehen.

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