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Der Tagesspiegel: DGB-Vize Engelen-Kefer: "Nachholfaktor in der Rente muss vom Tisch"

    Berlin (ots) - Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer hat die Bundesregierung aufgefordert, auf den geplanten Nachholfaktor in der Rentenversicherung zu verzichten. Die DGB-Vizechefin wies darauf hin, dass die gesetzliche Rente schon um ein Drittel gekürzt worden sei. "Der Nachholfaktor sollte deshalb nicht nur auf Eis gelegt werden, sondern muss vom Tisch", sagte Engelen-Kefer dem Tagesspiegel (Donnerstagsausgabe). Andernfalls seien "negative Folgen für den Arbeitsmarkt unausweichlich", weil die Renten zu einem großen Teil in den Konsum gingen und so die Binnenkonjunktur maßgeblich beeinflussten.

    Engelen-Kefer begrüßte die Initiative von Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD), Rentenkürzungen in den nächsten Jahren zu vermeiden. Entscheidend sei aber, "dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht länger verdrängt und Lohndumping bekämpft wird", sagte Engelen-Kefer. Eine solche Trendwende auf dem Arbeitsmarkt sei "dringend notwendig, damit die Einnahmen der Rentenversicherung nicht weiter wegbrechen". Von der Bundesregierung erwarte sie vor allem, dass "die Auswüchse von Mini- und Ein-Euro-Jobs begrenzt und sinnvolle Regelungen für Mindestlöhne eingeführt werden". Inhaltliche Fragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel, Ressort Politik, Tel: 030-26009-295

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