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10.09.2019 – 09:30

Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)

Stipendium für Journalist*innen - Jetzt bewerben!

Stipendium für Journalist*innen - Jetzt bewerben!
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Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt junge Journalist*innen (<31 Jahre) mit einem Stipendium dabei, einem aktuell relevanten Thema auf den Grund zu gehen und dabei insbesondere die deutsch-französische Perspektive oder junge Menschen in den Blick zu nehmen.

Das aktuelle Thema lautet: "Jung und abgehängt?" (s.u.)

Leiten Sie die Ausschreibung gerne an junge Kolleg*innen weiter oder bewerben Sie sich selbst.

Sowohl Arbeiten für Print- oder Onlinepublikationen als auch für Fernsehen, Radio oder etablierte Social-Media-Kanäle können gefördert werden. Es gibt keinen Bewerbungsschluss; insgesamt können aber etwa 5 Stipendien vergeben werden. Die geförderten Projekte müssen zwischen dem 15. September und dem 31. Dezember stattfinden.

Das DFJW erstattet Reise- und Unterkunftskosten sowie technische Kosten in Höhe von bis zu 1.000 EUR pro Person.

Die aktuelle Ausschreibung: "Jung und abgehängt?"

Im Herbst 2019 feiern wir 30 Jahre Mauerfall und damit einen historischen Sieg der Demokratie, der Zivilgesellschaft und der Freiheit.

Mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze begann 1989 auch ein Angleichungsprozess zwischen Ost und West, dessen Ende noch lange nicht in Sicht ist: Bunte Infografiken, die die Wirtschaftskraft, das Demokratieverständnis oder die Bevölkerungsstruktur in Deutschland veranschaulichen, machen die verschwundene Grenze wieder sichtbar. Wie kaum eine andere Region in Deutschland kämpfen Großteile der neuen Bundesländer mit anhaltender Strukturschwäche - das heißt mit Arbeitslosigkeit, geringem Wachstum und Abwanderung. "Es gibt geradezu mehrere Deutschlands", schreibt die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in einer Studie.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam Anfang 2019 das französische Institut Montaigne in seiner Befragung "Das zerstückelte Frankreich": Vier von fünf Französ*innen empfinden die gesellschaftliche Ordnung als ungerecht, fast die Hälfte hat jeden Monat Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Hier verlaufe die Trennlinie, so heißt es, weniger zwischen verschiedenen Regionen, sondern zwischen Globalisierungsgewinnern und -verlierern. Trotzdem sind Herausforderungen wie Desindustrialisierung, öffentliche Versorgung oder Arbeitslosigkeit auch in Frankreich ungleichmäßig zwischen Ballungszentren und ländlichen Räumen verteilt.

Nicht nur die Regierungen Deutschlands und Frankreichs stehen also vor ähnlichen Herausforderungen. Auch zwischen jungen Menschen in so genannten abgehängten Regionen der beiden Länder gibt es Gemeinsamkeiten. Oder?

Wie versuchen Deutschland und Frankreich, dem Auseinanderdriften ihrer Gesellschaften und Regionen entgegenzuwirken? Was erhoffen sich junge Menschen in Sachsen-Anhalt oder in der Region Hauts-de-France für ihre Zukunft? Wer entscheidet sich dafür, zu gehen oder zu bleiben - und warum? Und welche Projekte für mehr junge Mitbestimmung machen Hoffnung?

Diesen und ähnlichen Fragen können junge Journalist*innen und mit einer Förderung des DFJW zwischen dem 15. September und dem 31. Dezember 2019 auf den Grund gehen.

Das DFJW ist eine internationale Organisation im Dienst der
deutsch-französischen Zusammenarbeit. Seit 1963 hat es knapp 9 Millionen jungen
Menschen aus Deutschland und Frankreich die Teilnahme an über 360.000
Austauschprogrammen ermöglicht.

Johanna Haag 
Pressereferentin
+49 30 288 757 32 / +33 1 40 78 18 45
Mobil : +33 7 77 86 18 69
51 rue de l'Amiral Mouchez, 75013 Paris
Twitter: @ofaj_dfjw #ofajpressedfjw
www.dfjw.org