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Raus aus dem Urlaub, rein ins Tief? 5 Tipps gegen das Post-Holiday-Syndrom

Raus aus dem Urlaub, rein ins Tief? 5 Tipps gegen das Post-Holiday-Syndrom
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Nach dem Sommerurlaub zurück im Büro und jetzt völlig antriebslos? Happiness Guide Christian Völl erklärt, wie kleine Tricks und Perspektivwechsel helfen, den Job-Frust zu überwinden.

Eben noch am Strand gelegen, durch die Berge gewandert oder ohne Termindruck in den Tag gestartet – nun warten ein volles E-Mail-Postfach und unerledigte Aufgaben. Viele Arbeitnehmende erleben den Wechsel vom Urlaubs- zurück in den Arbeitsmodus als ernüchternd. Die Erholung scheint rasch verflogen, während der Tatendrang ausbleibt. Dieses Motivationsloch hat einen Namen: Post-Holiday-Syndrom.

„Das Wort ‚Syndrom‘ führt in die Irre“, schildert Happiness Guide und Unternehmensberater Völl. „Temporär schlechte Laune nach einer längeren Auszeit ist kein Grund zur Sorge. Im Urlaub hängen wir unsere Alltagsroutinen an den Nagel. Das führt unweigerlich zu Anpassungsschwierigkeiten nach Rückkehr an den eigenen Arbeitsplatz.“ Dem mentalen Durchhänger begegnen Betroffene bestenfalls mit Akzeptanz. Manchmal braucht es wenige Tage, in Ausnahmefällen einige Wochen, um zurück in den Alltag zu finden. Mithilfe der folgenden fünf Tipps gewinnen Urlaubsrückkehrende frischen Antrieb:

  1. Niedergeschlagenheit Raum schenken Der erste Impuls ist häufig: zusammenreißen, funktionieren und schlechte Stimmung abschütteln. Erfahrungsgemäß kehren unterdrückte Empfindungen mit etwas Abstand mit größerer Intensität als zuvor zurück. Hilfreicher ist es deshalb, die eigene Stimmung wertfrei aufzunehmen, ohne unverzüglich in den Aktionsmodus zu kommen. Zwar ändert dieses Verhalten vorerst nichts an der Situation. Wer allerdings Emotionen Platz gewährt, betrachtet das eigene Gefühlserleben mit Abstand und neigt weniger zu affektgeleiteten Entscheidungen.
  2. Dem Kind einen Namen geben „Ich bin überfordert, weil so viel liegen geblieben ist.“ Ein solcher ehrlicher Satz hilft, das mentale Tief greifbar zu machen. Sobald Menschen in der Lage sind, zu benennen, was in ihrem Inneren vorgeht, müssen sie das eigene Erleben weder schönreden noch überspielen. „Emotionen verlieren an Wucht, wenn wir sie aussprechen“, schildert Christian Völl. Dieses Vorgehen signalisiert: Ich spüre, was passiert, ohne mich dafür zu verurteilen.
  3. Mit dem Kontrollierbaren beginnen Wie viele Nachrichten im E-Mail-Postfach warten, liegt außerhalb des eigenen Einflussbereichs. Den Ablauf des ersten Arbeitstages hingegen haben Arbeitnehmende in der Hand. Anstatt direkt in den Turbomodus zu schalten, rät Völl, in Ruhe wieder im Job anzukommen. Das reduziert das Gefühl von Ausgeliefertsein. „Ein erster Tag ohne feste Verabredungen oder Meetings eröffnet Freiräume, um E-Mails zu sichten und anstehende Aufgaben zu priorisieren. Langwierige Meetings oder kritische Entscheidungen dürfen – sofern umsetzbar – warten“, erläutert Christian Völl.
  4. Urlaubsrituale in den Alltag integrieren Die Mehrheit versucht, möglichst lange am Urlaubsgefühl festzuhalten. Praktikabler ist es jedoch, zu analysieren, was uns in den Ferien besonders guttat, wie beispielsweise handyfreie Zeit. Aus der Beobachtung wählen Ratsuchende eine Sache aus, die sie als Alltagsroutine etablieren. „Ein Urlaubsritual lässt sich leichter in den Tagesablauf einbauen als ein ambitionierter Vorsatz, den wir schnell wieder verwerfen. „Erholung ist nicht orts-, sondern verhaltensgebunden“, bringt Völl es auf den Punkt.
  5. Die Gedanken auf Kommendes richten Nach der Rückkehr erleichtern geplante Vorhaben es einem, den Blick wieder nach vorn zu richten – vorausgesetzt, sie dienen nicht dem Zweck, unbequeme Emotionen zu übertünchen. Ein Treffen mit Freundinnen und Freunden, der Wochenendtrip oder ein berufliches Projekt wecken neue Zuversicht. Solche Fixpunkte lenken die Aufmerksamkeit auf das, was vor einem liegt, statt an Vergangenem festzuhalten.

Kein Ende in Sicht?

Die genannten Ansätze beziehen sich ausdrücklich auf den Umgang mit einem vorübergehenden Alltagstief. „Fehlen langfristig Motivation und Konzentration, kann das ein Zeichen dafür sein, die eigene berufliche Situation zu überdenken. Hält die depressive Verstimmung über mehrere Wochen an, sollten sich Betroffene zudem ärztlich beraten lassen“, verdeutlicht Christian Völl abschließend.

Über Viral Happiness

Viral Happiness richtet sich mit einem klaren System an Führungspersönlichkeiten und Leistungsträger aus dem MINT-Bereich, die mehr Glück und Zufriedenheit fühlen möchten. Nach eigenen Erfahrungen mit Depressionen, Burn-out und Betrug entwickelte Gründer Christian Völl ein Verfahren, mit dem Menschen die Fähigkeit des Glücks trainieren können. Das Prinzip stützt sich auf Erkenntnisse aus Neurowissenschaft und Glückforschung. Völl vermittelt Teilnehmenden die Viral Happiness Grundlagen in Workshops, Vorträgen und Gruppensitzungen.

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