Exklusiv: Ermittlungsverfahren nach Cyberangriff auf Südwestfalen IT eingestellt
Köln (ots)
Zweieinhalb Jahre nach dem heftigen Cyberangriff auf die Südwestfalen IT ist das Ermittlungsverfahren in der vorigen Woche eingestellt worden. Das teilte heute ein Sprecher der Staatsanwaltschaft für Cybercrime in Köln auf WDR-Anfrage mit. Der Grund: Die Cyber-Experten konnten keinen Beschuldigten ausfindig machen. Damals hatte sich eine Hackergruppe namens Akira für den Angriff verantwortlich gezeigt - aber wer dahinter steht, das konnte man nicht herausfinden. Es gebe auch keine weiteren erfolgversprechenden Ermittlungsansätze, sagte der Sprecher der Cybercrime-Staatsanwaltschaft dem WDR.
In der Nacht zum 30. Oktober 2023 verschlüsselten Hacker die Daten auf den Servern der Südwestfalen IT (SIT) und machten sie unbrauchbar. Computer an 22.000 Arbeitsplätzen in Verwaltungen waren tot, 1,6 Millionen Bürger betroffen. Rathäuser blieben geschlossen, Autos ließen sich nicht anmelden, Geburts- und Sterbeurkunden mussten per Hand ausgefüllt und per Fax verschickt werden. Selbst der Terminkalender der Siegerlandhalle war zeitweise nicht mehr verfügbar. Erst nach elf Monaten verkündete die Südwestfalen IT, der Krisenmodus sei beendet.
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