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Deutscher Hörverband e.V. (DHV)

"Diese Fusion mitzugestalten, ist für mich eine Herzensangelegenheit“ - DSB-Vizepräsidentin und DHV-Vorstandsmitglied Antje Baukhage zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV)

"Diese Fusion mitzugestalten, ist für mich eine Herzensangelegenheit“ - DSB-Vizepräsidentin und DHV-Vorstandsmitglied Antje Baukhage zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV)
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„Diese Fusion mitzugestalten, ist für mich eine Herzensangelegenheit“

DSB-Vizepräsidentin und DHV-Vorstandsmitglied Antje Baukhage zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV)

<Berlin, 19. Mai 2026> In den kommenden Jahren soll der Deutsche Hörverband (DHV) zum gemeinsamen, starken Bundesverband der lautsprachlich kommunizierenden Menschen mit Hörbeeinträchtigung werden. Der DHV wurde Ende 2022 federführend von den Bundesverbänden DSB und DCIG sowie weiteren Landes- und Regionalverbänden gegründet. Die zukünftige Fusion im DHV garantiert, gemeinsam für wichtige Ziele zu kämpfen: mehr Akzeptanz und Teilhabe, eine starke Selbsthilfe, eine bessere Versorgung und eine lebendige Gemeinschaft aller Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Doch bis zum großen Verband, dem sich auch weitere Verbände und Interessenten anschließen können, gibt es noch viel zu tun. Die Fusion ist nur in einem schrittweisen Übergang zu schaffen, an dem viele mitwirken. Der DHV informiert fortlaufend zum aktuellen Stand – diesmal mit DSB-Vizepräsidentin und DHV-Vorstandsmitglied Antje Baukhage.

Frau Baukhage, Sie sind seit Oktober neu im DHV-Vorstand. Können Sie sich bitte kurz vorstellen? Wie sind Sie zum DHV gekommen?

Antje Baukhage: Zuerst einmal bin ich schon seit 2015 im DSB. Renate Welter, meine Vorgängerin als Vizepräsidentin, hatte mich sozusagen entdeckt. Und dann habe ich auch die Entstehung des DHV begleitet. Ich war schon bei der Gründungsversammlung dabei. Und nachdem Susanne Schmidt Geschäftsführerin des DHV wurde und daher nicht mehr im Vorstand bleiben konnte, bin ich in ihre Fußstapfen getreten.

Ich finde es sehr wichtig, dass wir diesen gemeinsamen großen Verband voranbringen, dass aus den zwei Bundesverbänden einer wird, und dass wir dadurch in der Öffentlichkeit viel mehr wahrgenommen werden. Diese Fusion mitzugestalten, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Meine Rolle im Vorstand muss ich noch ein bisschen finden. Aber ich denke, dass ich gerade bei diesem Transformationsprozess etwas beitragen kann. Ich arbeite in einem großen Chemie-Unternehmen und war dort viele Jahre als Referentin im Qualitätsmanagement tätig. Dort gab es solche Transformationen häufiger.

Wobei es vermutlich schwieriger ist, zwei Verbände zu fusionieren, bei denen viele mitreden. Bei Unternehmen wird einfach entschieden…

Antje Baukhage: Ganz genau. Deshalb ich bin sehr froh, wenn wir es jetzt schaffen, von einer Agentur unterstützt zu werden, die sich mit solchen Veränderungen gerade in der Selbsthilfe auskennt und die uns professionell begleitet.

Was gibt es Neues beim DHV?

Antje Baukhage: Unser neues Logo und unser modern gestaltetes Corporate Design, die wir jetzt vorstellen konnten. An der Gestaltung gemeinsam mit dem Grafiker Martin Stolz waren ganz viele beteiligt. Es gab den Kommunikationsworkshop in Frankfurt, da war ich nicht dabei. Aber ich bin in der AG Kommunikation, in der sich jeder einbringen kann. Wir haben uns gefragt, was dieses Logo ausdrücken soll, und wir haben uns das nicht leicht gemacht. Es war ein wichtiger Prozess und auch eine Chance, den Hörverband aktiv mitzugestalten.

Auf das neue Logo bin ich stolz. In der Gestaltung schwingen sogar die Farben von DSB und DCIG mit. Es fühlt sich gut an, an der Entwicklung beteiligt gewesen zu sein. Man schafft etwas gemeinsam, sieht das Ergebnis und kann sich damit identifizieren. Das ist sehr schön!

Erstmals umgesetzt wurde das Design bei der Neuauflage von sechs Ratgeberbroschüren - ursprünglich die bekannten DSB-Ratgeber?

Antje Baukhage: Ja, auch am Entstehungsprozess der Broschüren war ich beteiligt. Ich leite die Gruppe für Flyer- und Broschüren-Erarbeitung im Fachausschuss Barrierefreiheit des DSB. Und ich finde, es ist ein guter Schritt, dass die Broschüren jetzt vom DSB zum DHV übergegangen sind. Dass wir uns gesagt haben: „Lasst uns das gemeinsam machen!“ – Es ist doch auch ein Stück Professionalität, wenn nicht jeder alles noch einmal macht. Und dass man sagt: „Hey, die Themen CI und Hörgerät gehören ab jetzt zusammen.“

An der Stelle nochmal vielen Dank an die Deutschen Rentenversicherung, die uns bei der Umsetzung unterstützt hat. Die Broschüren sollten jetzt alle unbedingt einsetzen und nutzen. Das kann man auch gut mit den digitalen Ausgaben. – Geht einfach auf den Downloadbereich auf hoerverband.de oder in den DHV-Newsroom auf presseportal.de!

Was gibt’s sonst an Neuigkeiten?

Antje Baukhage: Natürlich unser Jubiläum: 125 Jahre Schwerhörigenbewegung. Das ist eine tolle Gelegenheit, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wer wir sind. Und wenn wir das alle gemeinsam feiern, sind ja DSB und DCIG auch mit drin. Also, ich glaube, wenn Margarethe von Witzleben wüsste, dass es jetzt den Deutschen Hörverband gibt, würde sie sich freuen und Ehrenmitglied werden.

Es macht doch gar keinen Sinn, alles nach CI und Hörgerät zu trennen. Ich selbst habe beides. Wo gehöre ich dann hin?! Darüber hinaus ist mir übrigens auch wichtig, die Nähe zur Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten und zum Deutschen Gehörlosenbund zu suchen. Ich bin selbst ein bisschen affin für Gebärdensprache. Ich kenne junge Leute mit Hörgerät oder CI, die sehr gut gebärden können. Und Barrieren in der Kommunikation haben wir doch alle. Also, lasst uns ein Stück gemeinsam gehen! Da sehe ich mich auch ein bisschen als Akzeptanzstifter.

Frau Baukhage, vielen Dank und weiterhin gutes Gelingen!

Das Interview erschien vor einigen Wochen in Ausgabe 1-2026 der Fachzeitschrift „Schnecke“; es darf gerne frei genutzt werden. Die „Schnecke“, etablierte Fachzeitschrift für das Leben mit Cochlea-Implantat (CI) und Hörgerät, ist das gemeinsame Selbsthilfe-Medium von Deutscher Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG), Deutschem Schwerhörigenbund (DSB) und dem 2022 gegründeten Deutschen Hörverband (DHV). Interessenten für ein Abonnement der „Schnecke“ können dieses unter nachfolgendem Link abschließen – inklusive der Möglichkeit, vorab ein kostenloses Probeheft zu bestellen:

https://www.schnecke-online.de/schnecke-abo

Das beigefügte Porträtfoto von Anke Baukhage dürfen Sie im Zusammenhang mit unserer Meldung frei verwenden. Bildunterschrift: „Diese Fusion mitzugestalten, ist für mich eine Herzensangelegenheit“ – DSB-Vizepräsidentin und DHV-Vorstandsmitglied Antje Baukhage zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV) (Foto: DHV).

Anfragen zum DHV bitte an info@hoerverband.de. Presseanfragen bitte an u. g. Pressekontakt. Weitere Informationen und frei nutzbares Bildmaterial finden Sie in unserem Newsroom unter https://www.presseportal.de/nr/177395.

Pressekontakt:

PR-Büro Martin Schaarschmidt

Tel.: (0177) 625 88 86

eMail: martin.schaarschmidt@berlin.de.

Redaktioneller Hinweis:

Der Deutsche Hörverband e. V. (DHV) wurde im Dezember 2022 von der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e. V. (DCIG), dem Deutschen Schwerhörigenbund e. V. (DSB) sowie zahlreichen Regional- und Landesverbänden beider Organisationen gegründet, aktuell zählen 17 Verbände zu den ordentlichen Mitgliedern. Erklärtes Ziel ist es, einen schrittweisen Übergang zu einer Fusion von DCIG und DSB herbeizuführen sowie offen für einen Beitritt weiterer Organisationen Hörbeeinträchtigter und Einzelpersonen zu sein. Der DHV vertritt alle überwiegend lautsprachlich kommunizierenden hörbeeinträchtigten Menschen und macht sich für deren Belange gegenüber Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit stark. Grundsätzliche Forderungen des DHV sind Selbstbestimmung, Selbstvertretung, Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Weitere Informationen unter www.hoerverband.de

Martin Schaarschmidt

PR-Berater (DAPR) und Fachjournalist

Funk +49 (0)177 625 88 86

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Mail: martin.schaarschmidt@berlin.de

Homepage: www.martin-schaarschmidt.de

Blog: www.die-hörgräte.de