Deutscher Hörverband e.V. (DHV)
Selbsthilfe ist eine wichtige Stimme bei der Etablierung von Auracast: Deutscher Hörverband (DHV) begrüßt die neuartige Vernetzung und bietet sich als Dialogpartner an
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Selbsthilfe ist eine wichtige Stimme bei der Etablierung von Auracast:
Deutscher Hörverband (DHV) begrüßt die neuartige Vernetzung und bietet sich als Dialogpartner an
<Berlin, 13. April 2026> Der Deutsche Hörverband (DHV) begrüßt die fortschreitende Einführung von Auracast™ Broadcast Audio im öffentlichen Raum als einen wichtigen Schritt für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe aller Menschen mit Hörbeeinträchtigungen. Alle Beteiligten sollten die Etablierung der neuartigen Vernetzung engagiert vorantreiben und zugleich all jene Menschen im Blick haben, die mit Hörgeräten und Hörimplantaten leben. Diese sollten so bald als möglich von der neuen Technologie profitieren und daher frühzeitig gut informiert werden. Wichtig sind zudem Übergangslösungen, die auch denjenigen Teilhabe ermöglichen, die noch nicht über Auracast-fähige Hörgeräte oder Hörimplantate verfügen. Der Deutsche Hörverband, der die Interessen aller schwerhörigen Menschen lautstark und wirkungsvoll in Politik und Gesellschaft trägt, bietet sich allen, die an der Etablierung von Auracast beteiligt sind, als Dialogpartner an. Im Laufe der nächsten Jahre wollen die beiden Bundesverbände Deutscher Schwerhörigenbund e. V. (DSB) und Deutsche Cochlea-Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG) zu einem gemeinsamen, starken Bundesverband, dem Deutschen Hörverband e.V. (DHV), fusionieren.
Es gilt als die große Innovation für Audio-Vernetzung: Mit Auracast™ Broadcast Audio lässt sich Sound von Audioquellen frei verfügbar an eine Vielzahl von Empfänger übertragen – ein klares Plus, gerade auch für Menschen mit Hörverlust. Ob Musik und Videos, Kino, Theater, Ansagen in Bahnhof oder Flughafen, Audio-Guides im Museum oder bislang stumme Bildschirme im Wartebereich… – mit kompatiblen Hörgeräten, Hörimplantaten oder auch Kopfhörern kann man dank Auracast direkten Zugang zu Audio-Streams erhalten. Gerade für hörgeschädigte Menschen kann das in Zukunft erheblich mehr Barrierefreiheit und Teilhabe bedeuten. Der neue Bluetooth-Standard Bluetooth Low Energy (LE) Audio und Auracast wurden seit 2013 entwickelt. Neben namhaften Unternehmen wie Apple, Google, Microsoft, Samsung oder Sony waren von Anfang an auch die führenden Hersteller von Hörgeräten und Hörimplantaten maßgeblich beteiligt.
Bei der Etablierung von Auracast im öffentlichen Raum sind einige Länder Deutschland ein Stück voraus. Doch die Einführung gewinnt auch hierzulande an Fahrt. Im Großen Saal und im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie wurde Auracast jetzt installiert. In München werden ab 2028 90 neue S-Bahnen mit Auracast-Ansagen zum Einsatz kommen. Das Bundesland Hessen will Auracast für Flughäfen und Bahnhöfe umsetzen – ein erstes Pilotprojekt wurde gerade an zwei Gates des Frankfurter Flughafens gestartet. Auch erste Kirchen und Säle bieten bereits Auracast. Und im Signal-Iduna-Park in Dortmund und vielen großen Konzerthäusern wird der Übertragungsstandard für einzelne Veranstaltungen eingesetzt.
„Wir begrüßen diese und weitere Schritte zur Etablierung von Auracast ausdrücklich“, so Dr. Harald Seidler, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Hörverbandes. „Von diesem neuen Standard für die Vernetzung im öffentlichen Raum könnten gerade schwerhörige Menschen enorm profitieren. Uns ist wichtig, dass möglichst alle Menschen mit Hörgeräten und Hörimplantaten schon bald und vielerorts Zugang zu Auracast haben. Das heißt zum einen, dass Hersteller von Hörtechnik, Betreiber von öffentlichen Einrichtungen, Installationsfirmen und alle an der Implementierung Beteiligten Auracast schnell voranbringen und jedem in optimaler Qualität verfügbar machen; dass es etwa auch eine einheitliche Kennzeichnung von Auracast-Angeboten gibt. Und das heißt auch, dass Menschen mit Hörbeeinträchtigung Informationen und Lösungen brauchen, die ihnen heute bestmögliche Teilhabe und Barrierefreiheit ermöglichen – sei es durch Übergangslösungen wie mobile Empfänger, mit denen man Auracast-Streams auch in solchen Hörgeräten und Hörimplantaten empfangen kann, die noch kein Auracast haben, oder sei es durch gleichzeitige Angebote von Induktionsschleifen und anderen Hörassistenzsystemen… Für den Erfolg von Auracast ist mitentscheidend, dass die Stimme der Betroffenen und der Selbsthilfe in diesem Prozess gehört wird. Wir bieten uns daher vielfältig als Dialogpartner an und möchten uns gerne in die Verständigung einbringen.“
Die beigefügten Pressefotos dürfen Sie im Zusammenhang mit unserer Meldung frei verwenden.
Bildunterschrift Foto 1: Selbsthilfe ist eine wichtige Stimme bei Etablierung von Auracast – Kennzeichnung für Auracast-Streams beim Pilotprojekt am Frankfurter Flughafen (Fotos: DHV)
Bildunterschrift Foto 2: „Wir bieten uns als Dialogpartner bei der Etablierung von Auracast im öffentlichen Raum an“ – Dr. Harald Seidler, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Hörverbandes (Foto: DHV)
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Redaktioneller Hinweis:
Der Deutsche Hörverband e. V. (DHV) soll zukünftig der große gemeinsame Verband aller hörgeschädigten Menschen in Deutschland sein, für deren Belange er sich gegenüber der Politik, der Gesellschaft und der Öffentlichkeit stark machen will. Grundsätzliche Vorderungen des DHV sind Selbstbestimmung, Selbstvertretung, Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Gegründet wurde der Verband im Dezember 2022 von der Deutschen Cochlea-Implantat Gesellschaft e. V. (DCIG), dem Deutschen Schwerhörigenbund e. V. (DSB) sowie zahlreichen Regionalverbänden beider Organisationen, aktuell zählen 17 Verbände zu den ordentlichen Mitgliedern. Erklärtes Ziel ist es, einen schrittweisen Übergang zu einer gemeinsamen Fusion von DCIG und DSB herbeizuführen sowie offen für einen Beitritt weiterer Organisationen Hörgeschädigter und Einzelpersonen zu sein. Sitz des Deutschen Hörverbandes ist Berlin. Weitere Informationen unter www.hoerverband.de.
Martin Schaarschmidt
PR-Berater (DAPR) und Fachjournalist
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