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Deutscher Hörverband e.V. (DHV)

„Auf unserem Weg in Richtung Fusion sind wir ein gutes Stück weitergekommen“ - Dr. med. Roland Zeh zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV)

„Auf unserem Weg in Richtung Fusion sind wir ein gutes Stück weitergekommen“ - Dr. med. Roland Zeh zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV)
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„Auf unserem Weg in Richtung Fusion sind wir ein gutes Stück weitergekommen“

Dr. med. Roland Zeh zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV)

<Berlin, 2. März 2026> In den kommenden Jahren soll der Deutsche Hörverband (DHV) zum gemeinsamen, starken Bundesverband der lautsprachlich kommunizierenden Menschen mit Hörbeeinträchtigung werden. Der DHV wurde Ende 2022 federführend von den Bundesverbänden DSB und DCIG sowie weiteren Landes- und Regionalverbänden gegründet. Die zukünftige Fusion im DHV garantiert, gemeinsam für wichtige Ziele zu kämpfen: mehr Akzeptanz und Teilhabe, eine starke Selbsthilfe, eine bessere Versorgung und eine lebendige Gemeinschaft aller Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Doch bis zum großen Verband, dem sich auch weitere Verbände und Interessenten anschließen können, gibt es noch viel zu tun. Die Fusion ist nur in einem schrittweisen Übergang zu schaffen, an dem viele mitwirken. Der DHV informiert fortlaufend zum aktuellen Stand – diesmal mit dem DCIG-Präsidenten und DHV-Vorstandsmitglied Dr. med. Roland Zeh.

Herr Dr. Zeh, was gibt‘s Neues beim Deutschen Hörverband?

Dr. Roland Zeh: Ein Höhepunkt der letzten Monate war unsere jährliche Mitgliederversammlung Anfang Oktober in Frankfurt (Main). Dort trafen sich zahlreiche Aktive zu einem regen Austausch und wir konnten gemeinsam eine positive Bilanz für die letzten zwölf Monate ziehen: In den Arbeitsgruppen des DHV zu den Themen Politik, Fusion und Kommunikation haben viele ehrenamtliche Mitstreiter aus DSB und DCIG engagiert und konstruktiv zusammengearbeitet. Die AGs sind übrigens offen für weitere Unterstützer.

Tenor in Frankfurt war, dass wir auf dem Weg in Richtung Fusion ein gutes Stück weitergekommen sind; und wir sind uns dabei nähergekommen. Letzteres ist mir sehr wichtig: Egal ob CI- oder Hörgeräteträger, wir sind alle Schwerhörige mit primär lautsprachlicher Orientierung. Jeder ist willkommen und wir haben viele gemeinsame Themen. Wichtig sind aber auch jene Themen, die nur das CI oder nur das Hörgerät betreffen.

Was genau hat der DHV im letzten Jahr erreicht?

Dr. Roland Zeh: Ein wichtiger Beitrag war sicherlich unser Katalog mit „Forderungen der Hörbehindertenverbände DHV, DCIG und DSB“, den wir pünktlich zum Start der neuen Bundesregierung veröffentlicht haben. Der Katalog ist zugleich ein Programm für die Aktivitäten des Hörverbandes in den kommenden Jahren. Darüber hinaus hat der DHV 2025 seine Öffentlichkeitsarbeit deutlich intensiviert. Die Fachzeitschrift „Schnecke“ erschien jetzt zum vierten Mal als gemeinsames Medium von DSB, DCIG und DHV. Wir haben eine kontinuierliche DHV-Pressearbeit. Wir haben die Homepage www.hoerverband.de neugestaltet, die Veranstaltungsreihe „DHV Online-Dialog“ fortgeführt und waren auf Messen und Events dabei. Außerdem haben wir als DHV gemeinsam mit kompetenten Partnern Stellung zu drängenden Fragen bezogen – zu den sogenannten OTC-Hörgeräten bzw. möglichen Hörgeräte-Käufen ohne Facharzt und Hörakustiker sowie zu Herausforderungen in der Cochlea-Implantat-Versorgung im Zuge der Krankenhausreform.

Parallel dazu hat die „AG Fusion“ den geplanten Zusammenschluss von DSB und DCIG vorbereitet. Auch das wurde in Frankfurt diskutiert. Da ist zum Beispiel wichtig zu verstehen, dass es hier um eine Fusion zweier Bundesverbände geht – also ausschließlich auf Bundesebene. Und es ging beim Treffen auch um Herausforderungen, vor denen wir aktuell noch stehen, etwa um die noch ungelösten Fragen einer zuverlässigen Finanzierung. Auch da sind wir jetzt ein Stück weiter.

Inwiefern?

Dr. Roland Zeh: Wir sind derzeit in Abstimmung mit einer Agentur, die auf die Entwicklung von Organisationen spezialisiert ist und sehr viel Erfahrung mit Projekten der Selbsthilfe hat. Die kennen sich bestens aus und können uns bei den weiteren Schritten in Richtung Fusion professionell unterstützen. Das stimmt uns alle positiv.

Mindestens ebenso positiv ist die Gemeinschaft, die wir beim Treffen in Frankfurt erleben konnten. Vor der Versammlung gab es einen zweitägigen DHV-Workshop. Hier haben mehr als 20 Teilnehmer aus unterschiedlichen Strukturen von DSB und DCIG die Kommunikation des neuen Verbandes diskutiert und konkrete Schritte erarbeitet. Es war eine tolle und sehr engagierte Zusammenarbeit.

Worum genau ging es im Workshop?

Dr. Roland Zeh: Zum einen hat Kommunikationsberater Martin Schaarschmidt unsere Kommunikationsstrategie vorgestellt und abgestimmt; das ist sozusagen das Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit des DHV. Dann ging es um die Optimierung unseres Corporate Designs (CD). Logo, Farben und Schrift – gemeinsam mit einem Grafik-Designer haben wir unser CD jetzt gründlich überarbeitet. In Frankfurt wurden verschiedene Design-Ansätze diskutiert und in Arbeitsgruppen ein Meinungsbild erstellt: Wie wollen wir als DHV gesehen werden? Wie wollen wir nicht gesehen werden? Das neue CD wird jetzt präsentiert.

Dann wurden Themen zusammengetragen und priorisiert, bei denen sich der DHV zu Wort melden will. Es wurden gemeinsam Ideen entwickelt, wie man das Jubiläum „125 Jahre Schwerhörigenbewegung“ in 2026 begehen kann – etwa auf Landesebene oder auch lokal. Und es ging darum, wie sich der DHV für die Junge Selbsthilfe starkmachen könnte.

Herr Dr. Zeh, vielen Dank und weiterhin gutes Gelingen!

Das Interview erschien vor einigen Wochen in Ausgabe 4-2025 der Fachzeitschrift „Schnecke“; es darf gerne frei genutzt werden. Die „Schnecke“, etablierte Fachzeitschrift für das Leben mit Cochlea-Implantat (CI) und Hörgerät, ist das gemeinsame Selbsthilfe-Medium von Deutscher Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG), Deutschem Schwerhörigenbund (DSB) und dem 2022 gegründeten Deutschen Hörverband (DHV). Interessenten für ein Abonnement der „Schnecke“ können dieses unter nachfolgendem Link abschließen – inklusive der Möglichkeit, vorab ein kostenloses Probeheft zu bestellen:

https://www.schnecke-online.de/schnecke-abo

Das beigefügte Porträtfoto von Dr. med. Roland Zeh sowie das Gruppenbild von der Mitgliederversammlung des DHV im Oktober in Frankfurt dürfen Sie im Zusammenhang mit unserer Meldung frei verwenden. Bildunterschrift: „Auf unserem Weg in Richtung Fusion sind wir ein gutes Stück weitergekommen“ – Dr. med. Roland Zeh zum aktuellen Stand beim Deutsche Hörverband (DHV) (Fotos: DHV/Schnecke).

Anfragen zum DHV bitte an info@hoerverband.de. Presseanfragen bitte an u. g. Pressekontakt. Weitere Informationen und frei nutzbares Bildmaterial finden Sie in unserem Newsroom unter https://www.presseportal.de/nr/177395.

Pressekontakt:

PR-Büro Martin Schaarschmidt

Tel.: (0177) 625 88 86

eMail: martin.schaarschmidt@berlin.de.

Redaktioneller Hinweis:

Der Deutsche Hörverband e. V. (DHV) wurde im Dezember 2022 von der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e. V. (DCIG), dem Deutschen Schwerhörigenbund e. V. (DSB) sowie zahlreichen Regional- und Landesverbänden beider Organisationen gegründet, aktuell zählen 17 Verbände zu den ordentlichen Mitgliedern. Erklärtes Ziel ist es, einen schrittweisen Übergang zu einer Fusion von DCIG und DSB herbeizuführen sowie offen für einen Beitritt weiterer Organisationen Hörbeeinträchtigter und Einzelpersonen zu sein. Der DHV vertritt alle überwiegend lautsprachlich kommunizierenden hörbeeinträchtigten Menschen und macht sich für deren Belange gegenüber Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit stark. Grundsätzliche Forderungen des DHV sind Selbstbestimmung, Selbstvertretung, Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Weitere Informationen unter www.hoerverband.de

Martin Schaarschmidt

PR-Berater (DAPR) und Fachjournalist

Funk +49 (0)177 625 88 86

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Blog: www.die-hörgräte.de