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30.03.2004 – 15:20

Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Europaparlament beugt sich dem Druck der Transportlobby
VIER PFOTEN fordert von EU und Agrarministern
Tiertransporte auf langen Strecken zu beenden

Brüssel/Hamburg (ots)

Masttiere sollen weiterhin in der
Europäischen Union zeitlich unbegrenzt transportiert werden dürfen,
während Schlachttiere neun Stunden unterwegs sind. Mit seiner
heutigen Empfehlung bleibt das Europaparlament weit hinter seiner
ursprünglichen Forderung von acht Stunden für Mast- und Schlachttiere
zurück, die es noch 2001 gefordert hatte. Die internationale
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kritisiert diese Entscheidung,
denn auch Masttiere leiden und sterben auf den tagelangen Transporten
quer durch Europa. Wieder profitiert nur das Transportunternehmen,
das mit dem Tierleid quer durch Europa Umsatz macht.
"Wir sind bitter enttäuscht, dass das Europäische Parlament im
entscheidenden Moment einen Rückzieher macht und von seiner
bisherigen Linie, der Forderung nach acht Stunden für Schlacht- und
Masttiere, abgewichen ist", erklärt Dr. Marlene Wartenberg,
Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "Die Mehrheit der europäischen
Bevölkerung spricht sich eindeutig gegen die tagelangen
Tiertransporte aus. Das einzige demokratisch gewählte Gremium
innerhalb der EU hat die Meinung seiner Bevölkerung nicht vertreten."
Die Entscheidung des Europaparlamentes ist für die Agrarminister
nicht bindend. VIER PFOTEN fordert die Agrarminister der Europäischen
Union daher auf, den qualvollen Endlostransporten auf europäischen
Straßen endgültig den Riegel vorzuschieben.
"Uns liegen Hinweise vor, dass im Kompromisspapier des
EU-Ratssekretariates zur neuen Tiertransport-Verordnung diese
Empfehlungen völlig ignoriert werden," sagt Wartenberg. "Es ist davon
auszugehen, dass der Ministerrat, unter dem Vorsitz Irlands, jegliche
Verbesserungen im Tierschutz verhindert. Schlimmer noch: Er fällt
punktuell noch hinter den Status Quo der heutigen Regelungen zurück.
Die Tiere sollen zeitlich unbegrenzt nach folgenden Intervallen durch
Europa transportiert werden dürfen: neun Stunden Fahrt, zwei Stunden
Pause, neun Stunden Fahrt, zwölf Stunden Pause, u.s.w.. Das Abladen
der Tiere soll während der Pausen nicht mehr vorgeschrieben sein."
Während sich die Agrarminister von Deutschland, Österreich,
Dänemark, Schweden, Luxemburg und den Niederlanden für eine
achtstündige Höchstdauer für Schlachttiertransporte aussprechen,
lehnen Spanien, Griechenland, Portugal und Italien dies ab. "Wird vor
der EU-Osterweiterung keine Einigung erzielt, wird sich die
Entscheidung weiter verzögern und Verbesserungen für den Tierschutz
werden noch weitaus schwieriger einzubringen sein" betont Wartenberg.
VIER PFOTEN fordert die Agrarminister aller europäischen
Mitgliedstaaten auf, den qualvollen Transporten auf europäischen
Straßen ein Ende zu setzen.
Weitere Informationen bei VIER PFOTEN:
Michaela Braun, Nutztier-Kampaignerin
Tel.: 0160-90559482 oder 040 399 249-52
Beate Schüler, Pressesprecherin 
Tel.: 040 - 399 249 31 oder 0170-5508261
E-Mail: beate.schueler@vier-pfoten.de

Original-Content von: Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz, übermittelt durch news aktuell

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