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28.08.2007 – 13:33

Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Aktueller Vogelgrippeausbruch in amtsbekanntem Skandalbetrieb
VIER PFOTEN deckte schon vor Jahren Tierquälerei auf

Hamburg (ots)

Die Wichmann Enten GmbH in Wachenroth, die in den
letzten Tagen durch den Ausbruch der Vogelgrippe in die Schlagzeilen 
geriet, blickt auf eine lange Geschichte von Rechtsverstößen und 
tierquälerischer Massentierhaltung zurück. Bereits im Jahr 2000 
dokumentierte VIER PFOTEN verheerende Zustände in den 
Entenmastanlagen der Firma, die damals als "gepro" firmierte. Die 
Wasservögel vegetieren im Dämmerlicht gewaltiger Masthallen vor sich 
hin. Bilder von verwesenden Kadavern zwischen lebenden Tieren und 
schwer verletzten Enten gingen durch die Medien.
Das Unternehmen zählt zu Deutschlands größten Entenerzeugern. An 
drei Standorten werden in riesigen, fensterlosen Hallen circa 400.000
Enten gehalten. Nachdem wichtige Abnehmer vor einigen Jahren im Zuge 
der Skandale Produkte des Unternehmens aus dem Sortiment genommen 
hatten, ist der Familienbetrieb Wichmann heute ein bedeutender 
Lieferant für Restaurants und Einzelhandel. Das Vorläuferunternehmen 
"gepro" machte durch diverse Skandale von sich reden. Dokumentiert 
sind neben tierquälerischen Haltungsbedingungen, die Lagerung von 
Schlachtabfällen im Wald, Todesfälle von zwei Mitarbeitern aufgrund 
einer Infektion mit der Papageienkrankheit und ein Verstoß bei 
Tiertransporten.
"In einem Betrieb, der sich durch artwidrige Massentierhaltung 
auszeichnet, und in dem zehntausende Enten auf engstem Raum 
vegetieren müssen, hat die Vogelgrippe ein leichtes Spiel", so 
Kampagnenleiter Thomas Pietsch von VIER PFOTEN. Der aktuelle Ausbruch
der Vogelgrippe mit der anschließenden Massentötung von 160.000 
Tieren belegt wieder einmal, dass die Tiere den Preis für eine 
verfehlte, rein auf Masse ausgerichtete Landwirtschaftspolitik zahlen
müssen. "VIER PFOTEN fordert aus Tierschutz- und aus 
Seuchenschutzgründen die Abkehr von der Massentierhaltung und eine 
Stärkung regionaler Strukturen und kleiner Betriebe mit artgerechter 
Tierhaltung.
Nachdem VIER PFOTEN die skandalöse Entenhaltung in dem bayerischen
Unternehmen kritisiert hatte, waren rechtliche Schritte des 
Entenmästers gegen VIER PFOTEN erfolglos. Vielmehr entschied 2002 das
Oberlandesgericht Nürnberg, dass VIER PFOTEN die Haltung der 
Wasservögel in diesem Betrieb weiterhin als nicht artgerecht 
bezeichnen darf. Trotzdem existieren bis heute weder in der EU noch 
in Deutschland verbindliche Rechtsvorgaben, die eine artgemäße 
Entenhaltung sicherstellen. Deswegen kämpft VIER PFOTEN europaweit 
für ein Ende dieser tierquälerischen Intensivhaltung. "Als 
Wasservögel sind Enten für eine Massentierhaltung in Betonhallen auf 
engstem Raum nicht geeignet", so Pietsch.
Presserückfragen und Bildanfragen an VIER PFOTEN:
Beate Schüler
Pressesprecherin
Tel.: 040/399 249-66
E-Mail: beate.schueler@vier-pfoten.org

Original-Content von: Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz, übermittelt durch news aktuell

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