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Strategie "Mentale Gesundheit für junge Menschen" - jetzt!
BPtK: Den Ankündigungen im Koalitionsvertrag müssen Taten folgen

Berlin (ots)

Knapp ein Jahr nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages erinnert die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) die Bundesregierung an ihre Ankündigung, eine Strategie "Mentale Gesundheit für junge Menschen" zu entwickeln.

"Dass die Bundesregierung die mentale Gesundheit Heranwachsender im Koalitionsvertrag in den Blick genommen hat, war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss die separate Bedarfsplanung für Kinder und Jugendliche dringend auf den Weg gebracht werden", fordert BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke. "Wir setzen darauf, dass den Ankündigungen der Bundesregierung nun endlich Taten folgen. Die angemessene psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist und bleibt für uns ein Schwerpunktthema in der laufenden Legislaturperiode", so Benecke weiter.

In einem heute veröffentlichten Erklärfilm stellt die BPtK knapp und verständlich dar, welche Probleme nun konkret angegangen werden müssen. Denn in Deutschland ist etwa jede fünfte Minderjährige* von einer psychischen Erkrankung betroffen. Doch die Versorgungssituation ist unzureichend. Durchschnittlich 28 Wochen warten betroffene Kinder und Jugendliche auf einen Therapieplatz. Hinzu kommen lange Anfahrtswege, vor allem in ländlichen Regionen. Das Problem: Die gegenwärtige Bedarfsplanung kann die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen nicht bedarfsgerecht steuern. Sie legt fest, wie viele Psychotherapeutensitze in jeder Region zur Verfügung stehen. Für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist lediglich ein starrer Mindestanteil von 20 Prozent für Psychotherapeut*innen vorgesehen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln. Diese Struktur erlaubt es nicht, die Versorgung zielgenau für junge Menschen anzupassen, wenn bestimmte psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen besonders auffällig zunehmen oder besonders viele Heranwachsende in einem Planungskreis leben.

"Wir müssen Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen eine frühzeitige, schnelle sowie niedrigschwellige und wohnortnahe Hilfe ermöglichen", mahnt BPtK-Vorstandsmitglied Cornelia Metge. "Die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen darf nicht länger nur ein Anhängsel der allgemeinen Bedarfsplanung bleiben. Der Deutsche Bundestag muss jetzt per Gesetz eine eigene Bedarfsplanung für Kinder und Jugendliche beschließen, damit die Versorgung von jungen Menschen gezielt verbessert wird, wo sie leben und Hilfe brauchen", so Metge.

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Pressekontakt:

Ulrike Florian
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 030. 278 785 - 21
E-Mail: presse@bptk.de

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