Dresden steht auf: Mehr als ein Werk – ein Stück unserer Geschichte, ein Schlüssel für unsere Zukunft
Dresden steht auf: Mehr als ein Werk – ein Stück unserer Geschichte, ein Schlüssel für unsere Zukunft
Demonstration am 8. Oktober für die 641 Beschäftigten von GSK Dresden – das Serumwerk hat wirtschaftliches Potenzial und strategische Bedeutung für die medizinische Versorgungssicherheit
Demonstration am 8. Oktober für die 641 Beschäftigten von GSK Dresden – das Serumwerk hat wirtschaftliches Potenzial und strategische Bedeutung für die medizinische Versorgungssicherheit
Demonstration und Kundgebung am 8. Oktober
Am Donnerstag, dem 8. Oktober 2026, gehen die Beschäftigten von GSK Dresden gemeinsam mit ihren Familien, dem Betriebsrat und der IGBCE auf die Straße. Sie kämpfen für eine Zukunft des traditionsreichen Serumwerks und seiner 641 Beschäftigten.
Demonstrationszug:
Donnerstag, 8. Oktober 2026, 16 Uhr
Start: GSK Dresden, Zirkusstraße 40, 01069 Dresden
Kundgebung:
Donnerstag, 8. Oktober 2026, 16.30 Uhr
Dresdner Neumarkt
Dieser Kampf geht ganz Dresden an. Deshalb rufen Betriebsrat und IGBCE die Beschäftigten, ihre Familien, Partnerinnen und Partner sowie die gesamte Stadtgesellschaft auf:
Kommt mit uns auf die Straße! Zeigen wir gemeinsam: Dresden steht hinter seinem Serumwerk.
641 Arbeitsplätze und ein Stück Dresdner Geschichte
GSK beabsichtigt, das Dresdner Impfstoffwerk bis Ende 2028 zu schließen. Damit stehen 641 Arbeitsplätze sowie eine über Generationen gewachsene pharmazeutische Kompetenz auf dem Spiel.
Das Sächsische Serumwerk wurde 1911 gegründet. Es hat Kriege, schwere Zerstörung, politische Umbrüche und wirtschaftliche Veränderungen überstanden. Nach Angaben von GSK haben Impfstoffe aus Dresden seit 1992 mehr als eine Milliarde Menschen geschützt.
Diese Geschichte darf nicht durch eine kurzfristige Finanzentscheidung beendet werden.
Ein moderner Standort mit wirtschaftlicher Perspektive
Das Serumwerk ist kein Museum. Es ist ein moderner Pharmastandort mit hoch qualifizierten Beschäftigten und Erfahrung in der Herstellung und Abfüllung von Impfstoffen, in der Qualitätskontrolle, bei regulatorischen Verfahren und in hochkomplexen Produktionsprozessen.
Mit neuen Produkten, einer höheren Auslastung, neuen Partnern oder einem neuen Eigentümer hat der Standort das Potenzial für eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft. Betriebsrat und IGBCE prüfen diese Möglichkeiten gemeinsam mit externen Fachleuten und in enger Abstimmung mit der Politik.
„Grippe ist nur eine Seite - Dresden könnte den ganzen Impfpass.“
Peter Mißbach, Betriebsratsvorsitzender von GSK Dresden, erklärt:
„Grippe ist nur eine Seite. Dresden könnte den ganzen Impfpass abfüllen und, wenn man uns lässt, in Zukunft auch die entsprechenden Impfstoffe herstellen. Dahinter stehen hoch qualifizierte Menschen, jahrzehntelange Erfahrung und eine Belegschaft, die bereit ist, ihre gesamte Kompetenz und Leidenschaft für die Zukunft dieses Standortes einzusetzen.“
Versorgungssicherheit: In der Krise ist es zu spät
Der Erhalt des Serumwerks ist nicht nur eine regionale oder wirtschaftliche Frage. Es geht um die medizinische Versorgungssicherheit und die Widerstandsfähigkeit Deutschlands und Europas.
Verlorenes Wissen, auseinandergerissene Fachkräfteteams und abgebaute Produktionsanlagen lassen sich in einer Krise nicht auf Knopfdruck ersetzen. Wer heute vorhandene Kapazitäten aufgibt, kann sie morgen nicht einfach zurückholen.
Drei Mindestforderungen an GSK
Philipp Zirzow, Bezirksleiter der IGBCE Sachsen, erklärt:
„Gestern fehlte Fiebersaft. Was fehlt uns morgen? Wer medizinische Versorgungssicherheit ernst nimmt, darf vorhandene Produktionskapazitäten nicht leichtfertig zerstören. Wenn es ernst wird, ist es zu spät, ein Impfstoffwerk neu zu bauen.
Von GSK fordern wir deshalb mindestens drei Dinge:
- ausreichend Zeit für eine seriöse Investorensuche,
- die klare Bereitschaft, das Werk als funktionsfähigen Standort zu verkaufen,
- und bis dahin keinen „Ausverkauf“ von Mensch und Maschine.
Fachkräfte, Anlagen, Zulassungen und Know-how müssen zusammenbleiben. GSK darf den Standort nicht entkernen ohne der Zukunft eine echte Chance zu geben- Das ist das Mindeste!“
Starke Stimmen für den Standort
Bei der Kundgebung werden unter anderem erwartet:
- Francesco Grioli, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE und ausgewiesener Kenner der Pharmaindustrie,
- Stephanie Albrecht-Suliak, Landesbezirksleiterin der IGBCE Nordost und Verhandlungsführerin der IGBCE Chemie Nordost,
- Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, - angefragt
- Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, - angefragt
- Peter Mißbach, Betriebsratsvorsitzender von GSK Dresden,
- sowie weitere Stimmen aus der Belegschaft.
Im Mittelpunkt stehen die Beschäftigten selbst: ihre Sorgen, ihre Kompetenz und ihr entschlossener Wille, dem Serumwerk eine Zukunft zu geben.
641 Beschäftigte. 641 Familien. 115 Jahre Geschichte. Dafür trägt GSK Verantwortung. Dafür steht Dresden gemeinsam auf.
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Hinweise für Medien
Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich eingeladen, den Demonstrationszug und die Kundgebung zu begleiten. Vor Ort bestehen Möglichkeiten für Interviews mit Beschäftigten, Betriebsrat, IGBCE und politischen Gästen.
Pressekontakt:
Philipp Zirzow
Bezirksleiter IGBCE Sachsen
Mobil: 0173 6080763
E-Mail: Philipp.Zirzow@igbce.de
Die Rednerliste entspricht dem aktuellen Planungsstand. Änderungen sind möglich.
____________________________________ IGBCE Sachsen Verantwortlich: Philipp Zirzow, Bezirksleiter Schützenplatz 14, 01067 Dresden Telefon: +49 35 18 67 650 E-Mail: bezirk.sachsen@igbce.de Internet: IGBCE Bezirk Sachsen Über uns:
Der IGBCE-Bezirk Sachsen betreut rund 20.000 Mitglieder in mehr als 220 Betrieben und gibt rund 38.000 Beschäftigten mit gelebter betrieblicher Demokratie ein Zuhause. Bezirksleiter ist Philipp Zirzow.
Als einer von vier Bezirken gehört der Bezirk Sachsen zum Landesbezirk Nordost.