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Zu zögerlich, zu spät: Netzentgeltreform vertagt zentrale Lösungen für die Energiewende

Zu zögerlich, zu spät: Netzentgeltreform vertagt zentrale Lösungen für die Energiewende

Hamburg, 28.05.2026: Die Bundesnetzagentur hat den Zwischenstand ihrer Überlegungen zur Reform der Netzentgeltsystematik vorgestellt. Carolin Dähling, Bereichsleiterin Politik und Kommunikation bei Green Planet Energy, kommentiert:

„Die Vorschläge der Bundesnetzagentur zur Netzentgeltreform gehen in die richtige Richtung, bleiben in ihrer Ambition aber deutlich hinter dem Notwendigen zurück. Statt eines mutigen Schritts nach vorn erleben wir vor allem ein Verschieben zentraler Reformen.

Positiv ist der gestärkte Vertrauensschutz für bestehende Investitionen und die Abkehr vom überholten Leistungspreis. Gleichzeitig entstehen durch zusätzliche Belastungen für Prosumer neue Fehlanreize ausgerechnet dort, wo sich Menschen direkt an der Energiewende beteiligen können. Die geplante Prosumerpauschale macht private Dachanlagen unattraktiver und wird in ihrer Wirkung noch verschärft durch die parallel geplante Streichung der Einspeisevergütung im EEG. Beide Eingriffe sind nicht aufeinander abgestimmt und wirken in der Kombination besonders schädlich.

Besonders problematisch ist, dass dynamische Netzentgelte weit in die Zukunft verschoben werden. Anreize für flexiblen Verbrauch bleiben damit weiterhin ein politisches, aber nicht eingelöstes Versprechen, anstatt endlich Investitionen auszulösen, die das Netz entlasten.

So wird die Chance verpasst, Flexibilität schnell in den Markt zu bringen und erneuerbaren Strom effizient zu nutzen. Wenn wir Kosten im System wirklich senken wollen, brauchen wir jetzt klare Signale für Investitionen in Flexibilität und nicht erst in den 2030er Jahren.“

Green Planet Energy, 1999 von Greenpeace gegründet, gehört ihren mehr als 50.000 Mitgliedern und ist damit Deutschlands größte Energiegenossenschaft. Sie versorgt rund 200.000 Haushalte und Geschäftskund:innen mit innovativen Ökostrom- und Gasprodukten. Dabei setzt Green Planet Energy auf Stromerzeugung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien: Die Genossenschaft betreibt Wind- und Solarparks sowie Elektrolyseure zur Produktion von grünem Wasserstoff (Windgas) und bezieht Strom ausschließlich aus Direktlieferverträgen – garantiert ohne Kohle- oder Atomstrom. Green Planet Energy unterstützt Kund:innen, Unternehmen und Kommunen bei ihrer Energiewende - von der eigenen Wärmepumpe über PV-Anlagen und Mieterstromprojekte bis hin zur kommunalen Wärmeplanung. Als nicht profitmaximierende Genossenschaft engagiert sich Green Planet Energy auch politisch für eine nachhaltige und sozial gerechte Energiewende. green-planet-energy.de

Pressekontakt
 
Alexander Karasek
Pressesprecher
Green Planet Energy eG
Telefon 040 / 808 110 658
mobil 0160 / 969 701 59
 presse@green-planet-energy.de
 www.green-planet-energy.de/presse.html

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