VDI Verein Deutscher Ingenieure

VDI begrüßt Forderungen des Umweltbundesamts
Erheblicher Handlungsbedarf bei Emissionsanforderungen auf EU-Ebene

Düsseldorf (ots) - In seinem gestern vorgestellten Jahresbericht sieht das Umweltbundesamt (UBA) einen Bedarf nach schärferen Emissionsanforderungen auf EU-Ebene, etwa für Pkw, Baumaschinen und Industrieanlagen. Auch in der Schifffahrt und in der Landwirtschaft müssen die Emissionen deutlich gesenkt werden. Diesen Forderungen des UBA schließt sich der VDI im vollen Umfang an.

In Deutschland sind rund 35 Prozent aller Menschen besonders stark von Schadstoffbelastungen in der Luft betroffen. Das sind jene rund 30 Millionen Einwohner, die in Ballungsräumen - also an Standorten für Industrie und Gewerbe und auch Verkehrsknotenpunkten - leben. Das belegen die Auswertungen des UBA zu Stickstoffdioxiden, Feinstaub-Partikeln und auch Ozon. Studien zeigen, dass sich Wirkungen von Ozon auf den Menschen auch bei sehr niedrigen Konzentrationen beobachten lassen. Der VDI empfiehlt deswegen, bereits bei einem Halbstunden-Mittelwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter die Bevölkerung zu informieren, um gesundheitsschädigende Wirkungen zu vermeiden. Aktuell gilt in Deutschland noch ein 1-Stunden-Mittelwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Auch Kamin- und Kachelöfen tragen in Wohngebieten zum Teil erheblich zur Feinstaubbelastung bei. Mit einer Verschärfung der Grenzwerte in der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) will der Gesetzgeber dem entgegenwirken. Eine VDI-Arbeitsgruppe ist derzeit dabei, Prüfverfahren für die Bestimmung der Wirksamkeit von Staubabscheidern für solche Einzelraumfeuerungen zu standardisieren und über diesen Weg die Luftqualität in Wohngebieten zu verbessern. Der VDI will somit sicherstellen, dass die gesetzlich geforderten Grenzwerte eingehalten werden.

Das Umweltbundesamt wird bei der Erstellung gesetzlicher Grundlagen zum Thema Luftreinhaltung seit über 50 Jahren von der VDI-Fachgesellschaft Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) auf Basis der Erarbeitung von technischen Regeln (VDI-Richtlinien und DIN-Normen) intensiv unterstützt. So steht beispielsweise die exakte Messung von Luftschadstoffen im Fokus der europäischen Standardisierungsarbeit der KRdL. In der gerade veröffentlichten DIN EN 12341 wird ein Feinstaubmessverfahren beschrieben, das eine europaweit einheitliche Überwachung der EU-Feinstaubgrenzwerte sicherstellt.

Die Aktivitäten des VDI in der Luftreinhaltung zeigt der Videoclip "Luft zum Leben" auf dem Youtube-Kanal des VDI unter www.youtube.com/meinvdi.

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