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23.08.2019 – 11:18

IFAW - International Fund for Animal Welfare

Artenschutzkonferenz: Keine Erlaubnis für internationalen Elfenbeinhandel

Bei der aktuell in Genf stattfindenden 18. Artenschutzkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES[1]) scheiterte der Versuch von mehreren Ländern des südlichen Afrikas den internationalen Handel mit Elfenbein-Lagerbeständen wieder zuzulassen.

"Wir begrüßen dieses Ergebnis, denn jeglicher legale Handel mit Elfenbein öffnet Tür und Tor für illegalen Handel - und damit für die Wilderei auf Elefanten," sagt Ralf Sonntag, Delegationsmitglied des IFAW (international Fund for Animal Welfare). "Die CITES-Mitgliedsstaaten sollten allerdings jetzt die noch existierenden nationalen Märkte schnell schließen, um auch diesen Handel zu beenden."

Ein von Botsuana, Namibia und Simbabwe eingebrachte Antrag scheiterte bei der Abstimmung im 183 Länder umfassenden Forum. Dieser sah den Verkauf von Elfenbein-Lagerbestände aus den drei Ländern und aus Südafrika vor.

"Die Wilderei auf Elefanten eskalierte nach den letzten Elfenbein-Lagerverkäufen in 2008", so Sonntag weiter. "Wir sind erleichtert, dass die Regierungen sich nun dazu entschlossen haben, diesen fehlgeschlagenen Versuch nicht nochmals zu wiederholen."

Jährlich werden mehr als 20.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet. Jüngere Analysen weisen auf einen klaren Zusammenhang zwischen den 2008 stattgefundenen Elfenbein-Lagerverkäufen nach China und Japan und einer Zunahme bei der Wilderei und dem illegalen Handel mit Elfenbein hin. Schätzungen gehen davon aus, dass der Schmuggel von Elfenbein aus Afrika aufgrund der Lagerverkäufe um 70 Prozent zugenommen hat.

Kommende Woche müssen alle Beschlüsse zum Ende der Konferenz im Plenum noch bestätigt werden.

Die Artenschutzkonferenz tagt noch bis zum 28. August in Genf, Schweiz.

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[1] Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen oder englisch Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora

Kontakt für Medienanfragen:
Andreas Dinkelmeyer, mobil: +49 (0)173 622 75 39, Email: adinkelmeyer@ifaw.org

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