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Die Landungsstrände der Normandie sind UNESCO-Welterbe

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Die Landungsstrände der Normandie: Ein weltweites Symbol für Freiheit und Frieden wird UNESCO-Welterbe

Die Landungsstrände der Normandie gehören seit diesem Sonntag, den 26. Juli 2026, zum UNESCO-Welterbe. Auf seiner Jahrestagung im südkoreanischen Busan nahm das Komitee die fünf mehr als 80 Kilometer langen Strandabschnitte im Nordwesten Frankreichs in die Welterbeliste auf. Damit würdigt die UNESCO ihre universelle Bedeutung als Symbol für Freiheit, Frieden und internationale Versöhnung. Am 6. Juni 1944 landeten hier etwa 156.000 alliierte Soldaten, um Europa von der nationalsozialistischen Diktatur zu befreien. Der D-Day gilt als entscheidender Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg.

Das UNESCO-Welterbe umfasst die fünf historischen Landungsstrände, die bis heute unter ihren damaligen Codenamen bekannt sind: Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword Beach. Ebenfalls Teil des Welterbes ist die zwischen Utah und Omaha gelegene Landspitze Pointe du Hoc. Zahlreiche Bombenkrater zeugen noch immer von den heftigen Kämpfen um diese exponierte Stellung des Atlantikwalls. Heute ist die Pointe du Hoc eine von vielen Gedenkstätten rund um den D-Day.

Rund 5,9 Millionen Menschen besuchten 2025 die Erinnerungsorte der Normandie, insbesondere den amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer, den deutschen Soldatenfriedhof La Cambe, das Mémorial de Caen sowie das Landungsmuseum in Arromanches-les-Bains.

Die Landungsstrände der Normandie stehen für Mut, Freiheit und Versöhnung

Doch die Landungsstrände der Normandie sind weit mehr als Schauplatz einer militärischen Operation. Sie sind „universelle Gedenkstätten, die eine Botschaft der Freiheit, des Friedens und der Völkerverständigung vermitteln“, so Hervé Morin, Präsident der Region Normandie, der eigens für die Entscheidung nach Busan reiste. „Ihre Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe ist eine internationale Anerkennung dessen, wofür die Normandie seit 1944 steht: das Vermächtnis der Männer und Frauen, die für Freiheit und Demokratie gekämpft haben. Sie ist zugleich eine große Verantwortung, nämlich diese Erinnerung an künftige Generationen weiterzugeben – in einer Welt, die sie heute mehr denn je braucht.“

Mit der Aufnahme der Landungsstrände in die Liste des UNESCO-Welterbes würdigt die internationale Gemeinschaft ihre herausragende Bedeutung: Sie stehen für Mut, Opferbereitschaft und die starke Zusammenarbeit verschiedener Nationen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg, und insbesondere auch für Versöhnung und das gemeinsame Bekenntnis zu Frieden und kollektiver Sicherheit.

Die Anerkennung als UNESCO-Welterbe ist auch die Auszeichnung für das fast zwanzigjährige gemeinsame Engagement des französischen Staates, der Region Normandie und der Gemeinden. Auch vor dem Hintergrund, dass es 82 Jahre nach dem D-Day und der Schlacht um die Normandie immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gibt, ist es das erklärte Ziel, diese Orte der Erinnerung lebendig und nahbar zu gestalten. Neben der sensiblen Wertevermittlung berücksichtigt das im Rahmen der UNESCO-Bewerbung entwickelte Konzept auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die fragile Küste.

Dieser Einsatz für Frieden, Erinnerungskultur und den langfristigen Erhalt der Welterbestätte zeigt sich unter anderem im jährlich in Caen stattfindenden „Normandy World Forum for Peace“, das Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und insbesondere junge Menschen zusammenbringt, um über aktuelle Fragen der internationalen Zusammenarbeit zu diskutieren.

Der D-Day als Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs

Der Dienstag des 6. Juni 1944 ging als Tag der alliierten Landung in der Normandie in die Geschichte ein. In den frühen Morgenstunden gelangten über 156.000 alliierte Soldaten aus den USA, Großbritannien, Kanada und weiteren Nationen über den Ärmelkanal an die normannische Küste. Ursprünglich sollte der Angriff bereits am Vortag beginnen, doch aufgrund des schlechten Wetters verschob ihn Oberbefehlshaber Dwight David Eisenhower um einen Tag. Der D-Day leitete die erste Phase der größten Militäroperation aller Zeiten mit dem Codenamen Overlord ein. Ziel war es, in Westeuropa eine zweite Front gegen das nationalsozialistische Deutschland zu eröffnen und Europa von der deutschen Besatzung zu befreien.

„Mit der Entscheidung des Welterbekomitees, den universellen Wert der Landungsstrände anzuerkennen und sie in die Liste des UNESCO-Welterbes aufzunehmen, wird der 26. Juli künftig als neues bedeutendes Datum in unserem gemeinsamen Gedächtnis verankert sein – für die Normanninnen und Normannen, für die Französinnen und Franzosen, aber auch für all jene, die sich tagtäglich für den Frieden einsetzen“, betont Hervé Morin in seiner Ansprache und weiter: „Der 26. Juli 2026 wird fortan in engem Zusammenhang mit dem 6. Juni 1944 stehen – jenem Tag, an dem Soldaten aus 17 Nationen in der Normandie landeten und damit den Wendepunkt eines Krieges einleiteten, der rund 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Zugleich markierte dieser Tag den Beginn einer neuen Weltordnung, die – wenn auch nicht immer erfolgreich – danach strebt, die Voraussetzungen für Frieden und Sicherheit zu schaffen. Sie gründet auf den Grundprinzipien der Charta der Vereinten Nationen: der Souveränität der Völker und ihrem Recht auf Selbstbestimmung, der Demokratie, dem Streben nach Frieden durch gegenseitigen Respekt und Dialog sowie dem Schutz der individuellen und kollektiven Menschenrechte.“

Ergänzende Informationen und Hintergründe zur Aufnahme der Landungsstrände in die UNESCO-Welterbeliste finden Sie im englischsprachigen Pressedossier im Anhang dieser Pressemitteilung.

Für Rückfragen zur Anerkennung der Landungsstrände als UNESCO-Welterbe können sich Journalistinnen und Journalisten an die Pressesprecherin der Region Normandie wenden: Emmanuelle Tirilly

E-Mail: emmanuelle.tirilly[at]normandie.fr

Tel.: +33 (0)2 31 06 98 85

Handy: +33 (0)6 13 99 87 28

Das UNESCO-Welterbe in der Normandie

Die Landungsstrände sind die vierte UNESCO-Welterbestätte der Normandie. Zuvor wurden bereits aufgenommen: der Mont Saint-Michel und seine Bucht, das unter Auguste Perret wiederaufgebaute Stadtzentrum von Le Havre sowie die Vauban-Türme in Saint-Vaast-la-Hougue und auf der Île Tatihou, die als Teil der Festungsanlagen von Vauban aufgeführt sind. Hinzu kommen das Know-how der Alençon-Spitze und der Karneval von Granville, die beide zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit zählen, sowie der Teppich von Bayeux, der seit 2007 im UNESCO-Register „Memory of the World“ verzeichnet ist. Er wird im Rahmen einer historischen Leihgabe vom 10. September 2026 bis zum 11. Juli 2027 im British Museum in London zu sehen sein.

Anreise zu den Landungsstränden

Die Landungsstrände der Normandie sind von Deutschland aus mit dem Zug über Paris erreichbar. Von der französischen Hauptstadt bestehen direkte Verbindungen nach Caen und Bayeux, den wichtigsten Ausgangspunkten für einen Besuch der Gedenkstätten. Im Juli und August verbindet zudem die Sommerlinie 125 des NOMAD-Busnetzes Grandcamp-Maisy mit Courseulles-sur-Mer und erschließt dabei unter anderem Omaha, Gold und Juno Beach. Der Fernradweg La Vélomaritime (EuroVelo 4) verbindet alle Landungsstrände und die Pointe du Hoc. Die Route führt vorbei an zahlreichen Museen, Gedenkstätten und Aussichtspunkten und eröffnet immer wieder beeindruckende Küstenpanoramen.

Pressekontakt für Rechercheanfragen und individuelle Pressereisen in die Normandie: L’AGENTOUR | Verena Rutkowski: verena[at]lagentour.com

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