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Einkaufen mit Plan: So lassen sich unnötige Lebensmittelabfälle vermeiden

Einkaufen mit Plan: So lassen sich unnötige Lebensmittelabfälle vermeiden

Lebensmittelverschwendung beginnt schon beim Einkaufen im Supermarkt. Denn oft landet mehr im Korb, als wirklich gebraucht wird. Mit etwas Planung im Vorfeld lässt sich das leicht ändern. Wer ein paar einfache Tipps berücksichtigt, schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld und Zeit.

Bonn/Berlin, 21.05.2026 – Einkaufen fängt bereits zu Hause an: mit einem Blick in die Vorräte. Was ist noch vorhanden? Was muss als Nächstes verbraucht werden, bevor es verdirbt? Wer weiß, was in Kühl- und Vorratsschrank steht und auch regelmäßig ins Gefrierfach schaut, kauft weder zu viel noch doppelt und kann besser und nachhaltiger planen.

Wochenplan als Grundlage

Sinnvoll ist auch ein Wochenplan. Wer im Voraus überlegt, was in den kommenden Tagen auf den Tisch kommen soll und welche Zutaten dafür nötig sind, kann den Einkauf in einem Rutsch erledigen. Zudem sorgt eine gute Planung für weniger Spontankäufe und schont so den Geldbeutel.

Bei der Erstellung helfen ein paar einfache Fragen: Was ist für die Woche vorgesehen? Wird abends oder am Wochenende auswärts gegessen? Kommt Besuch? Was muss aufgebraucht werden? Auch die Resteverwertung kann gleich mitgedacht werden, denn eine Zutat passt meistens in mehr als eine Mahlzeit. Auf Basis dieser Überlegungen lässt sich ein gezielter Speiseplan erstellen und eine passende Einkaufsliste schreiben. Der kostenlose Zu gut für die Tonne!-Einkaufsblock unterstützt dabei.

Tipp: Gerade bei der Planung für mehrere Personen gibt der Portionsplaner der Verbraucherzentrale eine gute Orientierung. Und wer trotzdem mal Reste hat, findet in der Zu gut für die Tonne!-App passende Rezepttipps.

Einkaufen ohne Zeitdruck

Im Supermarkt lohnt es sich, sich Zeit zu nehmen und nicht hungrig einkaufen zu gehen. Denn wer entspannt und satt ist, kauft nur das Nötige, vergisst weniger und kann Angebote in Ruhe vergleichen. Sonderangebote oder Großverpackungen sind übrigens nicht immer die beste Wahl. Gerade bei Obst, Gemüse und Lebensmitteln aus dem Kühlregal, wie zum Beipiel Käse oder Wurtswaren, lohnen sich größere Mengen und Packungen nur, wenn sicher ist, dass sie auch rechtzeitig aufgebraucht werden.

Oft werden Lebensmittel mit nahendem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) oder Verbrauchsdatum zum reduzierten Preis verkauft. Luisa Greupner von der Initiative Zu gut für die Tonne! empfiehlt: „Es lohnt sich, im Supermarkt gezielt nach preisreduzierten Produkten mit kurzer Haltbarkeit Ausschau zu halten. Denn damit spart man Geld und rettet gleichzeitig Lebensmittel. Wichtig ist allerdings, dass man diese Produkte zeitnah zuhause verbraucht. Viele Lebensmittel sind übrigens auch nach Ablauf des MHD noch gut. Beim Verbrauchdatum ist das anders. Leicht verderbliche Produkte, wie zum Beispiel Hackfleisch, sollten nach dem aufgedruckten Stichtag nicht mehr verzehrt werden.“

Mehr Informationen zum Mindesthaltbarkeitsdatum gibt es auf der Website von Zu gut für die Tonne!. Auch Brot vom Vortag kostet oft nur die Hälfte und ist fast genauso lecker.

Leicht verderbliche Lebensmittel, wie frisches Fleisch oder Fisch, sollten erst kurz vor dem Verzehr gekauft und in einer Kühltasche nach Hause transportiert werden. Viele andere frische Lebensmittel hingegen halten sich mit der richtigen Lagerung mehrere Tage.

Hintergrund

Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, 58 Prozent davon in Privathaushalten. Dazu zählt auch Unvermeidbares wie z. B. Obst- und Nussschalen, Kaffeesatz, Käserinde und Eierschalen. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012.

Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung adressiert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) neben den privaten Haushalten auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung. Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Handel und eine Zielvereinbarung für die Außer-Haus-Verpflegung wurden bereits geschlossen. Die sektorenübergreifende Kompetenzstelle zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und -verlusten (KLAV), die bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) eingerichtet wurde, bietet praxisnahe Informations- und Schulungsangebote besonders für Unternehmen am Anfang der Lebensmittelversorgungskette an und treibt den Dialog an den Schnittstellen zwischen den Sektoren voran.

Pressekontakt:

Koordinierungsstelle Zu gut für die Tonne! 
 kontakt@zugutfuerdietonne.de

Weitere Pressemitteilungen unter: https://www.presseportal.de/nr/151507

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