Koordinierungsstelle Zu gut für die Tonne!
Zu gut für die Tonne – Lebensmittelabfälle nun leichter per App messen
Neues in der Zu gut für die Tonne!-App: Küchentagebuch für Lebensmittelabfälle noch leichter nutzbar
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher unterschätzen, wie viele Lebensmittel bei ihnen zuhause tagtäglich in der Tonne landen. Die Zu gut für die Tonne!-App mit ihren rund 800 Reste-Rezepten unterstützt dabei, Lebensmittel möglichst restlos zu verwerten. Zudem können Nutzerinnen und Nutzer im Küchentagebuch der App erfassen, welche Lebensmittel sie warum und in welcher Menge wegwerfen. Nun gibt es eine vereinfachte Version des Tagebuches, die das Eintragen der eigenen Abfälle noch leichter und schneller macht.
Bonn/Berlin, 26.03.2026 – Seit Januar 2026 können Nutzerinnen und Nutzer im Küchentagebuch der Zu gut für die Tonne!-App zwischen dem sogenannten Profi-Modus und einer vereinfachten Variante wählen. Wer in den Einstellungen den Profi-Modus deaktiviert, kann Lebensmittel einer Kategorie nun gemeinsam erfassen – zum Beispiel als Obst, Gemüse oder Milchprodukt statt wie bisher einzeln als Birne und Orange, Karotte und Zwiebel oder Milch und Käse. Zudem müssen pro Eintrag nur noch der Zustand des weggeworfenen Lebensmittels, das Gewicht und der Entsorgungsgrund eingetragen werden. Weitere Angaben sind, anders als im Profi-Modus, nicht mehr notwendig. Damit unterstützt die App auch Nutzerinnen und Nutzer mit wenig Zeit dabei, sich einen ersten Überblick über ihre Lebensmittelabfälle zu verschaffen und in der Küche weniger wegzuwerfen.
Küchentagebuch macht Lebensmittelabfälle sichtbar
Das Küchentagebuch in der Zu gut für die Tonne!-App wurde im Rahmen des Dialogforums private Haushalte 2.0 von Slow Food Deutschland und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) entwickelt. Es ist seit Anfang 2025 verfügbar und ermöglicht Nutzerinnen und Nutzern, sich einen Überblick über die Menge, Art und Ursachen ihrer Lebensmittelabfälle zu verschaffen und bewusster mit ihren Lebensmitteln umzugehen. Mithilfe statistischer Auswertungen und passender Tipps können sie gezielt Maßnahmen ergreifen, um ihre Abfälle zu reduzieren.
Mehr Informationen im Profi-Modus
Reicht die neue, vereinfachte Variante nicht aus, kann im Küchentagebuch jederzeit in den sogenannten Profi-Modus zurückgewechselt werden. Hier werden alle Lebensmittelabfälle einzeln erfasst – zum Beispiel als Apfel, Birne oder Pfirsich statt einfach nur als Kategorie Obst. Außerdem lassen sich weitere Angaben auswählen, beispielsweise die Herkunft des Lebensmittels sowie der Zeitpunkt und Ort der Entsorgung. Die statistischen Auswertungen und Tipps sind in dieser Variante entsprechend umfassender und passgenauer als in der vereinfachten Variante.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher unterschätzen, wie viele Lebensmittel sie zuhause tagtäglich wegwerfen. Das Küchentagebuch hilft, einen genauen Überblick über die eigenen Lebensmittelabfälle zu erhalten und mehr Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln zu entwickeln. Somit unterstützt die App vom Einkauf bis zur Verwertung von Lebensmitteln dabei, diese vor der Tonne zu bewahren und restlos zu verbrauchen. Das schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch Umwelt und Klima.
Ausführliche Informationen zum Küchentagebuch gibt es auch hier auf der Webseite von Zu gut für die Tonne!.
Jetzt kostenlos nutzen
Die Funktionen des Küchentagebuchs stehen in der Zu gut für die Tonne!-App zur Verfügung. Die App kann kostenlos heruntergeladen werden und ist mit iPhone, iPod touch und iPad ab iOS 13.0 sowie mit Android-Smartphones und Tablets ab Android 10 kompatibel. Besitzerinnen und Besitzer älterer Versionen können die Browser-Variante nutzen. Wer die App bereits hat, braucht nichts weiter zu tun. In den Einstellungen zum Küchentagebuch kann der Profi-Modus ganz leicht aktiviert oder deaktiviert werden.
Zu gut für die Tonne! Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, 58 Prozent davon in Privathaushalten. Dazu zählt auch Unvermeidbares wie z. B. Obst- und Nussschalen, Kaffeesatz, Käserinde und Eierschalen. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012. Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung adressiert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) neben den privaten Haushalten auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung. Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Handel und eine Zielvereinbarung für die Außer-Haus-Verpflegung wurden bereits geschlossen. Die Kompetenzstelle zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und -verlusten (KLAV) richtet sich als Ansprechpartnerin für die Wirtschaft mit praxisnahen Informations- und Schulungsangeboten sowie Vernetzungsaktivitäten an Unternehmen und Verbände der Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Handel und Außer-Haus-Verpflegung. Pressekontakt Koordinierungsstelle Zu gut für die Tonne! kontakt@zugutfuerdietonne.de Weitere Pressemitteilungen unter: https://www.presseportal.de/nr/151507