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Start der Salatsaison: So bleibt Blattsalat länger frisch
Start der Salatsaison: So bleibt Blattsalat länger frisch
Die Salatsaison beginnt! Von Mai bis Oktober wächst auf heimischen Feldern eine bunte Vielfalt an leckerem Gemüse, das sich für Salate eignet – von Gurken und Tomaten über Romana- oder Eisbergsalat bis hin zu Rucola. Doch gerade Blattsalate sind empfindlich und verderben schnell. Oft landen sie deshalb im Müll. Mit der richtigen Planung und Lagerung lässt sich das ganz einfach vermeiden.
Bonn/Berlin, 04.05.2026 – Lebensmittelverschwendung beginnt häufig schon beim Einkaufen. Wer ohne Plan durch die Regale hetzt, kauft oft zu viel. Eine Einkaufsliste kann helfen, nur das zu kaufen, was wirklich gebraucht wird. Schnell verderbliche Lebensmittel wie Blattsalate sollten außerdem nicht zu weit im Voraus eingekauft werden und zuhause bald verbraucht werden. Gerade im Sommer bietet es sich an, auf saisonale Sorten aus der Region zu setzen. Das ist nicht nur frischer, sondern auch nachhaltiger.
Übrigens: Salate aus robusteren Gemüsesorten wie Paprika, Radieschen, Kartoffeln und Gurken können schon am Vortag vorbereitet werden. Sie halten sich luftdicht verpackt im Kühlschrank. Blattsalat kann separat verpackt mitgenommen und erst kurz vor dem Essen untergemischt werden. So bleibt er schön knackig. Auch das Dressing am besten separat lagern und erst kurz vor dem Servieren untermischen: Perfekt für die Mittagspause im Büro oder das Picknick im Park.
Mit der richtigen Lagerung bleibt Salat länger frisch
Blattsalate sind besonders empfindlich. Die richtige Lagerung verlängert ihre Haltbarkeit aber deutlich. Blattsalate sollten immer kühl und dunkel gelagert werden, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Um Austrocknung zu vermeiden, empfiehlt sich die Aufbewahrung in einer Kunststoffverpackung oder einem feuchten Tuch.
Die Haltbarkeit hängt außerdem stark von der Sorte ab. Festere Blattsalate wie Romana bleiben bei optimaler Lagerung bis zu eine Woche frisch. Feine Sorten wie Batavia oder Pflücksalat sollten hingegen möglichst schnell verzehrt werden. Bereits geschnittener, verzehrfertiger Salat ist besonders kurzlebig. Auf der Verpackung steht daher ein Verbrauchsdatum, das unbedingt beachtet werden sollte.
Hinweise zur Lagerung weiterer Salatzutaten wie Gurke und Tomate gibt es im Lebensmittel-A-Z von Zu gut für die Tonne!
Reste kreativ verwerten
Auch bei guter Planung bleibt manchmal etwas übrig. Die Reste müssen deshalb nicht im Müll landen. Aus übrig gebliebenen Blattsalaten wie Feldsalat oder Rucola lässt sich zum Beispiel ein leckeres Pesto zaubern.
Tipp: Um schlappe Salatblätter wieder knackig zu bekommen, hilft ein kühles oder lauwarmes Wasserbad. Das funktioniert übrigens auch bei Karotten und Radieschen.
Wer kreative Rezeptideen für die Verwertung von Salat- und Gemüseresten sucht, wird in der Zu gut für die Tonne!-App fündig. Einfach die vorhandenen Zutaten eingeben und inspirieren lassen.
Hintergrund
Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, 58 Prozent davon in Privathaushalten. Dazu zählt auch Unvermeidbares wie z. B. Obst- und Nussschalen, Kaffeesatz, Käserinde und Eierschalen. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012.
Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung adressiert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) neben den privaten Haushalten auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung. Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Handel und eine Zielvereinbarung für die Außer-Haus-Verpflegung wurden bereits geschlossen. Die sektorenübergreifende Kompetenzstelle zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und -verlusten (KLAV), die bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) eingerichtet wurde, bietet praxisnahe Informations- und Schulungsangebote besonders für Unternehmen am Anfang der Lebensmittelversorgungskette an und treibt den Dialog an den Schnittstellen zwischen den Sektoren voran.
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