Was ist schon normal?
Warum lassen sich viele Menschen so sehr von sogenannten Normalwerten beeindrucken oder gar beeinflussen? Ein Grund könnte sein, dass sie das Prinzip der Normal-Verteilung nicht kennen. Ein Beispiel: Ein Mann, der 195 cm groß ist, liegt zwar mit seiner Körpergröße außerhalb des 2-Sigma-Bereichs der Perzentilen-Kurven (statistische Normverteilung, die die obersten und untersten 2,5 Prozent der Bevölkerung nicht einbeziehen), ist also somit nicht „normal“ (verteilt). Aufgrund dieser Tatsache allein wird dieser Mann aber kaum als krankhaft (groß) angesehen werden.
Und genauso verhält es sich oft mit rot oder fett hervorgehobenen Laborbefunden, vor allem wenn die Normalbereiche nur marginal unter- oder überschritten wurden. Ein grenzwertiger oder leicht unter- oder überschrittener Laborbefund allein kann nicht als Beweis für Krankheit gewertet werden. Zur Interpretation der meisten Untersuchungsergebnisse gehört immer auch ein entsprechendes „klinisches Bild“, das heißt dazu passende Symptome oder zumindest eine Prädisposition des Individuums.
Ein weiterer Aspekt ist, dass Normalwerte an gesunden Personen studiert und festgelegt worden und daher vor allem für gesunde Personen Gültigkeit haben. Bei Risiko-Patienten (oder bereits Erkrankten) werden manchmal „schärfere“ Grenzwerte empfohlen. Ein gutes Beispiel dafür ist das LDL-Cholesterin, das bei positiver Familienanamnese oder auffälligen Befunden deutlich unter den Normalbereich für Gesunde gesenkt werden sollte.
In meinem Büchlein „Lebenssplitter“ werden viele weitere Aspekte des täglichen Lebens berührt, die zum Nachdenken anregen möchten. Und der Humor darf dabei auf keinen Fall zu kurz kommen!
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