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Ein ungeplantes Glaubensgespräch mit einem Dreijährigen - ein religiöser Zwischenruf

Ein ungeplantes Glaubensgespräch mit  einem Dreijährigen - ein religiöser Zwischenruf
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Am vergangenen Samstagmorgen um 9 Uhr, rief mich ein Mieter unseres Mehrfamiliehauses an: Die Heizung wäre ausgefallen und es gäbe auch kein Warmwasser. Im Haus wohnen 4 Mietparteien und 10 Personen. Es war kalt, nur 3 Grad, und ich war nervös, weil ich unsere Mieter nicht im Kalten sitzen lassen konnte. So rief ich auch gleich den Notdienst unserer Heizungsfirma an und betete, dass das Problem möglichst schnell gelöst würde, denn wenn Ersatzteile benötigt würden, würde man diese am heutigen Samstag nicht mehr auftreiben können. Mein Enkel Ruben, den ich samstags immer betreue, war die ganze Zeit bei mir. Der Heizungstechniker kam dann auch bald und nach gut einer Stunde hatte der Monteur das Problem gefunden und gelöst.

Sehr froh und erleichtert darüber und betete ich daraufhin laut vor einer Ikone mit dem Pantokrator (Christus als Weltenherr) sowie einer Ikone der Gottesmutter Maria und dankte dem Herrn, der Hl. Maria und allen Heiligen, darunter auch Pater Pio, die ich angerufen und um Hilfe gebeten hatte.

Doch dann entwickelte sich ein völlig unerwartetes Glaubensgespräch mit meinem Enkel, weil er mitgekriegt hatte, dass ich mich beim Herrn und seiner Mutter bedankt hatte ...

Der Ruben -3 1/4 Jahre alt- fragte mich dann, als er die Christusikone in meinem Zimmer sah, vor der ich gebetet hatte: "Wer ist das?"

"Das ist Jesus."

"Und warum hat er eine Krone?" - ( Ruben meinte den Heiligenschein)

"Weil er von Gottt kommt und unser König ist."

"Er kommt von Gott?"

"Ja, Jesus ist sogar Gott, er ist Gottes Sohn."

"Ist er dann aus dem Himmel gekommen?"

"Ja, Jesus ist Gottes Sohn und im Himmel. Aber er ist dann Mensch geworden und für uns gestorben, um unser bester Freund zu sein."

" Deswegen hast du zu ihm gebetet?"

"Ja, weil Jesus mein Freund ist."

"Ist Jesus dein Freund?"

"Ja, meiner, und wenn du willst, auch deiner. Er will der Freund von allen Menschen sein, und wenn wir hören, was Jesus sagt und tun, was er will, werden wir später bei ihm sein, wenn wir mal alt und tot sind."

"Dann will ich auch, dass Jesus mein Freund ist."

Doch dann ging es weiter ...

"Und wer ist das?

"Das ist die Gottesmutter, die Mutter von Jesus, die heilige Maria."

"Und warum hat sie eine Krone? (Er meinte auch hier den Heiligenschein.)

"Weil sie die Königin des Himmels ist."

"Warum ist sie die Königin im Himmel?"

"Weil sie Jesus geboren hat und nie in ihrem Leben böse war, und auch nie etwas schlechtes getan. Deswegen hat Jesus seine Mutter im Himmel zur Königin gemacht."

Danach war Ruben stumm und still und musste über das alles offenbar nachsinnen.

In Psalm 8,3 lesen wir:

"Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge verschaffst du dir Lob, o Herr"

Und ist das nicht wirklich wahr!?

Schon Kleinkinder können unsere Glaubensmysterien erfassen, ja sie dürsten geradezu nach diesem "lebendigen Wasser". Wir müssen es ihnen nur reichen, sie davon kosten lassen und ihren Durst nach dem lebendigen Wort Gottes, das der Herr Jesus selbst und in Person ist, stillen.

Leider ist die christliche Sozialisation in den meisten Familien heutzutage eine Fehlanzeige. In den Schulen wird diesbezüglich auch kaum noch was geboten. Der Glaube kommt vom Hören, und deswegen wird die Familie als Keimzelle des Glaubens und eigentliche "Hauskirche" immer ihre zentrale Rolle behalten. Und genau hier gilt es anzusetzen, denn Satan und seine Dämonen wollen die Familien und die Kirche zerstören. Und sie machen ihre Arbeit gut! Aber wie viele erkennen das nicht. Selbst zahlreiche der vermeintlich so aufgeklärten Priester, Pfarrer und sogar Bischöfe leugnen die Existenz Satans. Sie denken: Das sind unsere bösen Gedanken oder schlechten Vorstellungen. - Nein, die Bibel und insbesondere der Apostel Paulus sprechen von ganz realen unsichtbaren Mächten und Gewalten. Das Böse tritt in vielfältiger Form auf, und oft sind es Einflüsterungen, die sich dann mit unseren Leidenschaften verbinden und uns zur Sünde verleiten.

Aber das Böse kann auch in anderer Art und Weise auftreten. Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an die russischen "Babuschkas" (Mütterchen, Omas), die in der Zeit des Kommunismus und seines aggressiven Atheismus den christlich-orthodoxen Glauben vielfach weitergegeben haben. Nicht ohne Grund spricht man aktuell in Russland von einer religiösen Erneuerung, und - Gott sei es gedankt -, dass ein materialistisches, brutales und gottloses System, das den Glauben an Gott ausrotten wollte, sein Ziel nicht erreicht hat.

Bei uns in Westuropa scheint dieser Kampf allerdings noch nicht entschieden, wenn wir hierzulande auch mit einem Materialismus, Konsumismus und religiös indifferenten Liberalismus zu kämpfen haben. Entschieden werden kann dieser Kampf nur durch und mit Jesus Christus, unserem Herrn und Freund, der am Kreuz Satan, den Fürsten dieser Welt, besiegt hat. So bleiben wir an Jesu Hand und stellen wir uns unter seinen mächtigen Schutz, damit wir an Christi Sieg über Satan, Sünde und Tod teilhaben dürfen.

Hubert Michelis, ehemaliger Franziskanermönch und Banker, nun freier Schriftsteller

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