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Wohnt unserem Alltag noch ein Schalk inne?

Wohnt unserem Alltag noch ein Schalk inne?
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Wer kennt das nicht: Eine Person, die uns sowieso nicht sonderlich sympathisch ist, stolpert und das sieht so komisch aus, dass wir uns das Grinsen kaum verkneifen können. Zwar wecken Missgeschicke und Pech anderer Menschen nicht immer unser Mitgefühl oder Verständnis, doch es geht auch anders...

Der Braunschweiger ist eher von ernster Natur. Wenn er lacht, so schallt es laut heraus und dann ist wieder Ruhe. Seine Witze sind eher polterig und natürlich gern schlüpfrig. Aber aus der Tiefe des Gemüts kommt weniger zum Vorschein.

In meiner Familie haben einige diese glückliche Mischung aus trockenem Humor und tiefer wirkender Empfindung geerbt und vererbt. Mir bot sich schon in früher Jugend oft ein ganz anderes Bild von einer Situation als anderen. Und wenn es richtig komisch zuging, dann blieb mir die Episode im Gedächtnis, bis heute.

Das ganz große Lustgefühl braucht zwei Teilnehmer. Sie müssen das Merkwürdige eines Vorgangs gleichermaßen wahrnehmen und dem anderen signalisieren, dass sie begriffen haben. Wenn das eintrifft, entsteht bei den beiden Gleichgeschalteten dieser besondere, einmalige Brückenschlag, von denen Nebenstehende „verschont“ bleiben. Es kommt wie ein großer Guss über die beiden, die sich vorm Lachen nicht mehr schützen können. Sie verlieren vollständig ihre Steuerungsmöglichkeiten und schütten sich geradezu aus. Ein Blick oder besser noch eine zarte Andeutung des gerade Erlebten genügt, um die nächste Lachsalve auszulösen. So habe ich es bei meinen Eltern erlebt. Vater kam mit seinem trockenen Humor und Mutter brachte seine Bemerkungen dann auf das Niveau, von dem wir oft am Mittagstisch kaum runterkamen.

In der Schule hatte ich einen Klassenkameraden, mit dem ich diese aufkommende Stimmung teilte. Im Berufsleben war es auch wieder einer, bei dem der Funke übersprang. Ich habe das Glück, dass meine Frau, Margarete, mir auch hier zur Seite steht. So zum Beispiel in:

Offensichtlich.

Im Hotel liegen wir im Bett und kriegen die Stehlampe nicht aus.

Margarete steigt aus dem Bett und zieht die Schlüsselkarte aus dem Schlitz.

Es wird stockdunkel im Zimmer.

Nun fragt Margarete: "Ist die Stehlampe noch an?"

Ich antworte: "Ja."

Mit meinem Buch möchte ich so angesprochene Situationen festhalten. Dabei fehlt natürlich das Lebendige, aber ein bisschen schimmert das Erlebte noch durch.

Weil ich empfinde, dass von dieser Sorte des Humors nur wenig festgehalten wird, bin ich meinem Verlag dankbar, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, damit nun an die Öffentlichkeit zu gehen.

Herzlichst Ihr

Eckard Stege, Steuerinspektor und Geschäftsführer a.D., Autor

Spica Verlag GmbH

Frau Kathrin Kolloch

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