Alle Meldungen
Folgen
Keine Story von Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. mehr verpassen.

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

VNW-Direktor Andreas Breitner: „Die Energiekosten müssen runter.“

66/2026

Hamburg/Schwerin/Kiel. Die sozialen Vermieter Norddeutschlands haben für eine nachhaltige Senkung von Energiekosten geworben, um populistischen Kräften das Wasser abzugraben.

„Solange wir in Europa bei Strom- und Benzinpreisen ganz oben stehen, haben es demokratische Parteien bei Wahlen schwer“, sagt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), mit Blick auf die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. „Viele Menschen fühlen sich durch die Energie- und Wärmewende finanziell überfordert. Deutschland braucht dafür schlicht mehr Zeit.“

Die sozialen Vermieter registrierten seit Jahren steigende Energiepreise, so der Verbandsdirektor. „Den Menschen zu versprechen, die Energiepreise würden in Zukunft sinken, hilft ihnen in ihrer heutigen Situation wenig. Sie müssen derzeit erleben, wie Strom, Heizung und Benzin immer teurer werden und die privaten Finanzen belasten.“

Lebensverhältnisse müssen spürbar verbessert werden

Es helfe in so einer Situation nicht, allein ‚Stoppt die Nazis‘ zu rufen, sagt Andreas Breitner. „Notwendig ist es, die Lebensverhältnisse in Deutschland spürbar zu verbessern. Dabei geht es um Dinge wie bezahlbaren Wohnraum, eine auskömmliche Rente, gute Gesundheitsversorgung und ein hohes Maß an innerer Sicherheit.“

Zugleich bedeute es, die überambitionierten Klimaziele zu überprüfen und der Wirklichkeit anzupassen. „Keine Frage: Klimaschutz jetzt ist besser als Reparatur von Klimaschäden. Nachhaltigkeit und Klimaschutz müssen aber für Mieterinnen und Mieter bezahlbar sein und dürfen sie nicht überfordern. Sonst wächst die Gefahr, dass sie für politische Kräfte – von rechts wie links – anfällig werden.“

Klimaneutralität nach hinten verschieben

Zuallererst gehe es darum, das in Hamburg und Schleswig-Holstein geplante Vorziehen des Zeitpunkts, zu dem Klimaneutralität erreicht werden solle, nach hinten zu verschieben. „Experten haben ausgerechnet, dass das Vorziehen von Klimaneutralität von 2045 auf 2040 die Miete zusätzlich zu den ohnehin notwendigen Mieterhöhungen um einen Euro pro Quadratmeter erhöhen wird.“

Es gehe nicht darum, der Energiewende den Garaus zu machen, sagt Andreas Breitner. „Dass wir den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen auf Null reduzieren müssen, steht außer Frage. Aber es bedarf mehr Pragmatismus und Ehrlichkeit. Ich fürchte, dass ansonsten die Energiewende unbezahlbar wird und die Schutzziele am Ende nicht erreicht werden.“

Nicht den Kopf hängen lassen

Der VNW-Direktor mahnte, angesichts der Krisenszenarien nicht den Kopf hängen zu lassen. „Soziale Vermieter gibt es im Norden seit mehr als 125 Jahren. Sie haben schwierige Zeiten nicht nur überlebt, sondern in Krisenzeiten immer wieder die richtigen Antworten gefunden. Das gibt mir die Hoffnung, dass wir auch jetzt den richtigen Ausweg finden.“

07/09/2026

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 502 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 760.000 Wohnungen leben rund zwei Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 7,69 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

Weitere Meldungen: Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
Weitere Meldungen: Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.