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Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

Jahrespressekonferenz der sozialen Vermieter: Monatliche Medianmiete liegt bei 5,73 Euro pro Quadratmeter

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62/2026

Schwerin. Die sozialen Vermieter Mecklenburg-Vorpommerns haben mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen die Menschen aufgerufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und wählen zu gehen.

„Gerade in Ostdeutschland ist bei vielen Menschen die Erinnerung an Zeiten wach, in denen eine Wahl nicht bedeutete, eine freie Entscheidung zu treffen“, sagte Andreas Breitner, Verbandsdirektor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) auf der Jahrespressekonferenz des VNW-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern. „Angesichts der unsicheren Zeiten ist es daher wichtiger denn je, seine Stimme abzugeben. Letztlich lebt unsere offene Gesellschaft auch davon, dass so viele Menschen wie möglich ihre Landesregierung wählen.“

René Gansewig, Vorsitzender des VNW-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern und Vorstandssprecher der NEUWOBA Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft eG, forderte auf der Online-Pressekonferenz die künftige Landesregierung auf, beim Zusammengehen von sozial orientierten Wohnungsunternehmen auf die Grunderwerbsteuer zu verzichten.

„Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen die Wohnungsunternehmen stehen, werden sich künftig vermehrt kleine Betriebe zusammentun müssen“, sagte Gansewig. „Die erheblichen Investitionen in die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden setzen Fachpersonal und finanzielle Mittel voraus, über die kleinere Wohnungsunternehmen nicht verfügen.“

Monatliche Medianmiete* liegt bei 5,73 Euro pro Quadratmeter

Das liege auch an den niedrigen Mieten der VNW-Mitgliedsunternehmen, sagte Andreas Breitner. „Derzeit beträgt der Median der monatlichen Netto-Kaltmiete bei ihnen 5,73 Euro pro Quadratmeter. Das ist gegenüber der Durchschnittsmiete im Jahr 2024 ein ‚Rückgang‘ um 1,55 Prozent.“

(Aufgrund der geänderten Berechnungsmethode ist daraus jedoch kein eindeutig belastbarer tatsächlicher Mietrückgang ableitbar. Ein Teil oder sogar der gesamte Unterschied kann dadurch entstehen, dass der Median bei ungleich verteilten Mietwerten häufig niedriger liegt als der Durchschnitt.)

Im vergangenen Jahr wurden 402 Wohnungen schlüsselfertig übergeben. Im Vergleich zum Jahr 2024 waren das 316 Wohnungen weniger. Für dieses Jahr ist die Schlüsselübergabe von 606 Wohnungen geplant.

Dämpfender Einfluss auf den Wohnungsmarkt

„Die Zahlen belegen den dämpfenden Einfluss der VNW-Unternehmen auf die Mieten“, sagte VNW-Direktor Andreas Breitner. „Immerhin werden 53 Prozent der in Mecklenburg-Vorpommern vermieteten Wohnungen von VNW-Unternehmen angeboten. Das ist angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen ein nicht zu unterschätzender Beitrag zum sozialen Frieden im Land.“

Trotz der niedrigen Mieten investieren VNW-Unternehmen massiv in die Instandhaltung und den Neubau von Wohnraum. In diesem Jahr seien Investitionen in Höhe von 665,8 Millionen Euro geplant, sagte René Gansewig. „Gegenüber den im vergangenen Jahr getätigten Investitionen in Höhe von 543,5 Millionen Euro ist ein Anstieg um mehr als 20 Prozent.“

Hinzu komme, dass die VNW-Unternehmen derzeit vornehmlich die energetische Sanierung in den Blick nähmen, ergänzte VNW-Direktor Andreas Breitner. „So sollen in diesem Jahr von den Investitionen 536,8 Millionen Euro in die Modernisierung und Sanierung von Wohnungen fließen, während nur 129 Millionen für den Neubau vorgesehen sind.“

Investitionen gehen vermehrt in die Sanierung und Modernisierung

Damit spiegelten sich auch in Mecklenburg-Vorpommern die veränderten Herausforderungen, vor denen die Wohnungsunternehmen stehen, wider. „Die Energiewende fordert den Unternehmen bei der Bestandssanierung alles ab, zumal auch dort die Kosten zuletzt erheblich gestiegen sind“, sagte Gansewig.

VNW-Direktor Andreas Breitner ergänzte: „Insofern war es eine richtige Entscheidung der gegenwärtigen Landesregierung, auf eine Verschärfung der Klimaschutzziele zu verzichten.“ Die Landesregierung hatte darauf verzichtet, den Termin, zu dem Klimaneutralität erreicht werden soll, um fünf Jahre vorzuziehen.

Kostensteigerungen vergrößern Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben

Breitner und Gansewig verwiesen auf die erheblichen Kostensteigerungen, die die Lücke zwischen Einnahmen durch Mieten und Ausgaben vergrößern. Die Aufwendungen für die Instandhaltung seien seit 2019 um 51,5 Prozent gestiegen, die allgemeine Preissteigerung habe bei 22,8 Prozent gelegen. Die Mieten wiederum verzeichneten in den Jahren zwischen 2019 und 2025 lediglich einen Anstieg um 15,3 Prozent. Das könne auf Dauer nicht funktionieren.

*Die Umstellung der Berechnungsmethode auf den Medianwert ist einer Entwicklung in Hamburg geschuldet. Mieterverbände hatten darauf gedrängt, bei der Berechnung des Hamburger Mietenspiegels den Durchschnittswert durch den Medianwert zu ersetzen. Die Werte eines Mietenspiegels wirken sich auf die Höhe gesetzlich erlaubter Mieterhöhungen aus.

Um eine Vergleichbarkeit der Mieten im VNW-Verbandgebiet sicherzustellen, wurde auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Berechnungsmethode angepasst.

Der Durchschnittswert wird berechnet, indem alle Mietwerte addiert und durch die Anzahl der Fälle geteilt werden. Der Median ist dagegen der Wert, der genau in der Mitte liegt, wenn alle Mietwerte der Größe nach sortiert werden. Das bedeutet: 50 Prozent der Werte liegen darunter und 50 Prozent darüber.

Der Durchschnitt reagiert stärker auf Ausreißer. Wenn es einige besonders hohe Mieten gibt, ziehen diese den Durchschnitt nach oben. Dadurch kann der Durchschnittswert höher wirken, obwohl die meisten Mietwerte niedriger liegen. Der Median ist robuster gegenüber solchen Ausreißern. Einzelne sehr hohe oder sehr niedrige Werte beeinflussen ihn kaum. Er zeigt daher eher den „typischen“ mittleren Mietwert.

24/08/2026

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 501 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 760.000 Wohnungen leben rund zwei Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 7,69 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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