Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
VNW-Direktor Andreas Breitner zur Hamburger Wärmeplanung
41/2026
Der Hamburger Senat hat am Dienstag den Wärmeplan für die Hansestadt beschlossen. Die Wärmeplanung bildet die zentrale Grundlage für die Energieinfrastrukturplanung der Energienetzbetreiber.
Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):
„Mit der am Dienstag vorgelegten Wärmeplanung schafft Hamburg Planungssicherheit für die Wohnungsunternehmen. Das hilft ihnen, auf dem Weg der Energiewende voranzukommen, ohne dass die Mieterinnen und Mieter finanziell überlastet werden. Investitionen können dorthin fließen, wo sie den größten Nutzen bringen – für die Mieter und für die Umwelt.
Allerdings kann der Wärmeplan nur der erste Schritt sein. VNW-Unternehmen erleben immer öfter, dass sie bei ihrer ‚Energiewende‘ ausgebremst werden: sei es, dass Wärmepumpen erst zeitverzögert angeschlossen werden können, weil die notwendige Stromleitungsinfrastruktur nicht ausreicht, oder dass der gesetzliche Lärmschutz die Installation von Wärmepumpen erschwert.
Um die Klimaschutzziele im Gebäudebestand zu erreichen, muss die jetzt Dekarbonisierung der Wärmeversorgung im Vordergrund rücken. Die aus der kommunalen Wärmeplanung resultierenden Potentialflächen für Fernwärme müssen schnell mit belastbaren Angaben versehen werden, ob und bis wann dort tatsächlich Fernwärme ohne Treibhausgas-Emissionen für welche Wohngebäude zur Verfügung stehen wird.
In allen Gebieten, in denen nicht rechtzeitig bis spätestens 2040 treibhausgasfreie Fern- oder Nahwärme-Versorgung zu erwarten ist, müssen vor allem die Stromnetze verlässlich und beschleunigt so ausgebaut werden, dass flächendeckend beispielsweise Wärmepumpen betrieben werden können und die Netzkapazitäten ausreichend sind.
Für die Wohnungsunternehmen stellt neben der energetischen Sanierung der Einsatz von Erneuerbaren Energien für die Bereitstellung von Wärme und Warmwasser sowie der Ausbau der Stromnetze einen entscheidenden Hebel zur notwendigen Reduktion der CO2-Emissionen im Gebäudebestand dar. Daher ist die Wohnungswirtschaft abhängig von den Planungen für den Ausbau und für die Dekarbonisierung der Energienetze durch Energieversorger und Wärmenetzbetreiber, um die Klimaziele im Gebäudebestand erreichen zu können.“
2026/06/16
Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 491 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 760.000 Wohnungen leben rund zwei Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 7,69 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.
V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de