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SPERRFRIST HEUTE 18 Uhr - 8,02 Euro Durchschnittsmiete - Die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften stehen für bezahlbaren Wohnraum

Achtung: SPERRFRIST HEUTE 18 Uhr

Matthias Saß, Vorsitzender des Vereins Hamburgs Wohnungsbaugenossenschaften, fordert auf der Jahresauftaktveranstaltung mehr Planbarkeit bei Standards und mehr Tempo bei den Baugenehmigungen. Die IFB ist „ein echter Möglichmacher”. Deutliche Kritik am Hamburger Mieterverein.

Hamburg. Hamburgs Wohnungsbaugenossenschaften bleiben ihrer Rolle als soziale Vermieter treu: Gegenwärtig liegt bei ihnen die monatliche Netto-Kaltmiete im Median bei 8,02 Euro pro Quadratmeter.

Das geht aus dem aktuellen Monitoring hervor. Danach beträgt der Median der Neuvertragsmieten 10,36 Euro pro Quadratmeter. Im vergangenen Jahr wurden durch Hamburgs Genossenschaften rund 700 Wohnungen schlüsselfertig übergeben. Für dieses Jahr ist die Übergabe von rund 750 Wohneinheiten geplant.

„Mit ihrer Median-Miete liegen die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften deutlich unter dem Wert des Hamburger Mietenspiegels von 9,94 Euro pro Quadratmeter”, sagt Matthias Saß, Vorstand der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft eG und Vorsitzender des Vereins Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften. „Die deutlich höhere Neuvertragsmiete spiegelt die aktuelle Situation der Wohnungswirtschaft wider: hohe Bau- und hohe Finanzierungskosten.”

Der Verein Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften hat für den Mittwochabend zu seiner Jahresauftaktveranstaltung 2026 eingeladen. Gastrednerin ist Jacqueline Charlier, Staatsrätin der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Der Verein bündelt seit vierzig Jahren 30 Mitgliedsgenossenschaften – mit rund 135.000 Wohnungen und einem Zuhause für mehr als 230.000 Hamburgerinnen und Hamburger und ihre Familien.

Planbarkeit bei den Standards und mehr Tempo bei Genehmigungen nötig

Nach den Worten von Saß stehen die Genossenschaften für Stabilität im Wohnungsmarkt und bezahlbares Wohnen. „Genossenschaften sorgen für ein langfristig bezahlbares Zuhause, investieren kontinuierlich in den Bestand und halten Quartiere zusammen – auch dann, wenn der Markt unruhig wird.” Damit das so bleibe, seien zwei Dinge unverzichtbar: „Planbarkeit bei Standards, Flächen und Rahmenbedingungen – und Tempo bei Genehmigungen und Prozessen, damit aus guten Vorhaben am Ende auch tatsächlich Wohnungen werden.”

Der Genossenschaftsvorstand würdigte ausdrücklich die positive Rolle der Hamburger Investitions- und Förderbank (IFB) als „ein echter Möglichmacher: für Projekte, die sonst nicht darstellbar wären, und für Nutzungsgebühren, die am Ende noch bezahlbar bleiben”. Für das Wohnraumförderprogramm 2025/2026 stünden mit Hilfe der IFB 1,774 Milliarden Euro Förderbarwert bereit, für jährlich mindestens 3.000 geförderte Neubauwohnungen und deutlich ausgeweitete Programme für Modernisierung und Bindungen im Bestand.

Klimaschutz darf nicht zur Kostenlawine führen

Mit Blick auf den Hamburger Zukunftsentscheid sagte Matthias Saß: „Wir Genossenschaften stehen dem Ausgang und vor allem den absehbaren Konsequenzen weiterhin kritisch gegenüber – nicht, weil wir Klimaschutz in Frage stellen. Sondern weil wir sagen: Klimaschutz im Gebäudesektor darf am Ende nicht zur Kostenlawine werden, die bezahlbares Wohnen beschädigt.” Wenn der Druck auf Sanierung und Neubau steige, ohne dass technische Machbarkeit, Kapazitäten und Finanzierung mitgedacht würden, „zahlen am Ende diejenigen, die ohnehin schon rechnen müssen”.

In diesem Zusammenhang kritisierte Matthias Saß den Hamburger Mieterverein mit deutlichen Worten. „Der Mieterverein zu Hamburg hat den Zukunftsentscheid ausdrücklich unterstützt. Das ist sein gutes Recht – aber aus Sicht vieler Genossenschaften hat diese Positionierung spürbar zur Polarisierung beigetragen und dem Mieterverein bei vielen in der Wohnungswirtschaft Reputation gekostet. Wir brauchen in Hamburg starke Mietervertretungen – aber wir brauchen sie als Brückenbauer. Gerade beim Klimapfad muss gelten: sozial, machbar, finanzierbar – und nicht: moralisch laut, praktisch unbezahlbar.”

Genossenschaften bauen Nachbarschaften

Matthias Saß verwies in seiner Rede auf das soziale Engagement der Wohnungsbaugenossenschaften. „Genossenschaften bauen nicht nur Häuser. Genossenschaften bauen Nachbarschaften. Sie schaffen Gemeinschaftsräume, unterstützen Miteinander im Alltag, ermöglichen Angebote für Jung und Alt, stabilisieren Quartiere, bevor Probleme groß werden. Dieses Engagement ist kein ‚Nice-to-have’, sondern Teil unseres Auftrags – und ein echter Standortvorteil für Hamburg. Denn am Ende ist Wohnen mehr als Quadratmeter: Es ist Zugehörigkeit, Sicherheit, Perspektive.”

28/01/2026

Der Verein Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e. V. bündelt die Aktivitäten von 30 Mitgliedsgenossenschaften in der Hansestadt. Ziel des Vereins ist es, sich untereinander auszutauschen und das Thema „genossenschaftliches Wohnen“ in der Öffentlichkeit zu kommunizieren und die Interessen unserer Mitgliedsgenossenschaften nach außen zu vertreten. Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder stehen wir im kontinuierlichen Dialog mit Politik, Wirtschaft und den Medien.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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