Wald-Allianz startet durch: Freiwilligen-Einsatz mit dem Bergwaldprojekt zur ökosystembasierten Waldbewirtschaftung im Zukunftswald Unterschönau
Vom 5. bis 11. April werden wieder rund 20 Freiwillige aus ganz Deutschland im Zukunftswald Unterschönau im Einsatz sein. Die Teilnehmenden werden verschiedene Arbeiten durchführen , um die ökologische Situation am Projektstandort konkret zu verbessern. Ziele des Einsatzes sind darüber hinaus, die Teilnehmenden für die akuten Bedrohungen der Wälder und einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen zu sensibilisieren. Die Woche wird in Zusammenarbeit mit der Wald-Allianz durchgeführt, einem bundesweiten Netzwerk aus Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, das Waldbewirtschaftung zukunftsfähig gestalten will.
An die Redaktionen: Pressetermin
Herzliche Einladung zum Pressetermin am Donnerstag, 9. April, um 11 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz des Sportplatzes am Köpfchen in 98587 Steinbach-Hallenberg. Bitte melden Sie sich vorab bei Hendrik von Riewel an, wenn Sie teilnehmen möchten: 0171 3063054.
Wald-Allianz startet durch: Freiwilligen-Einsatz mit dem Bergwaldprojekt zur ökosystembasierten Waldbewirtschaftung im Zukunftswald Unterschönau
Höchberg / Unterschönau / Hamburg, 2.04.2026
Vom 5. bis 11. April werden wieder rund 20 Freiwillige aus ganz Deutschland im Zukunftswald Unterschönau im Einsatz sein. Die Teilnehmenden werden Verbissschutz-Zäune aufbauen, einen Jagdsteig sanieren und eine Pflege zur Förderung von Mischbaumarten durchführen. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort konkret zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für die akuten Bedrohungen der Wälder und einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen zu sensibilisieren. Die Woche wird in Zusammenarbeit mit der Wald-Allianz durchgeführt, einem bundesweiten Netzwerk aus Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, das Waldbewirtschaftung zukunftsfähig gestalten will.
Die großflächigen Waldverluste in Deutschland zeigen, wie empfindlich vor allem intensiv bewirtschaftete Wälder auf die Klimakrise reagieren. Der Zukunftswald in Unterschönau (Thüringen) ist ein gemeinsames Projekt der Umweltstiftung Greenpeace und des Bergwaldprojekts e.V. Die beiden Organisationen haben das Waldgebiet im Thüringer Wald vor sechs Jahren gemeinsam mit dem Ziel gekauft, die ökologisch labilen Fichtenmonokulturen zu einem gesunden, naturnahen Laubwald zu entwickeln. Aufgrund dieser naturnahen Entwicklung speichert er besser Wasser, schützt besser vor Erosion und Hochwasserereignissen, reagiert stabiler gegenüber Klima- und Wetterextremen und versorgt uns auf diesem ökologischen Fundament mit dem wertvollen Rohstoff Holz. Den Weg dorthin beschreibt das Waldentwicklungskonzept der Wald-Allianz, das Waldbesitzer*innen Orientierung gibt, wie sie ihre Wälder naturnah entwickeln können. Die Umweltstiftung Greenpeace und das Bergwaldprojekt e.V. setzen die waldökologischen Prinzipien im Zukunftswald Unterschönau als Waldpartner der Wald-Allianz konsequent um.
Sandra Güntner, Geschäftsführerin und Vorständin Umweltstiftung Greenpeace, über das Projekt Zukunftswald Unterschönau: „Der Zukunftswald Unterschönau ist uns ein echtes Herzensanliegen. Wir wollen mit diesem Leuchtturmprojekt den drängenden Problemen des Waldes begegnen und zeigen, wie nachhaltiger Wandel gelingen kann. Als Stiftung haben wir besondere Möglichkeiten und können mit unserem Stiftungskapital viel bewegen. Mit dem Kauf des Waldes haben wir zusammen mit dem Bergwaldprojekt ein echtes Generationenprojekt ins Leben gerufen. Wir hoffen sehr, dass unser Modellprojekt Schule macht und viele Waldinteressierte und Waldbesitzer*innen begeistert.“
Ökosystembasierte Waldbewirtschaftung
Im Zukunftswald Unterschönau sind die Prinzipien der Natur die Basis des Bewirtschaftens. Der Mensch orientiert sich an den Abläufen und Funktionsweisen des Waldes und greift so wenig wie möglich in das Ökosystem ein. Konkrete Beispiele dafür sind: Totholz bleibt liegen, der Baumbestand wächst dichter und wird älter und eine Mischung heimischer Baumarten ersetzt die Monokultur.
„Deutschlands Wälder brauchen einen Perspektivwechsel. Sie brauchen neue Wege und ein anderes Handeln. Intakte, widerstandsfähige Wälder sind keine Naturschutzfrage, gesunder Wald ist die Basis guten Lebens und Wirtschaftens”, sagt Dorothea Epperlein, Sprecherin der Wald-Allianz, „Als einer der Partnerwälder der Wald-Allianz zeigen das Bergwaldprojekt und die Umweltstiftung Greenpeace im Zukunftswald Unterschönau, dass sich Wälder ökosystembasiert bewirtschaften lassen. Was sich in Unterschönau und auf den anderen Flächen unseres Netzwerks entwickelt, fließt in wissenschaftliche Untersuchungen ein. Diese wiederum dienen als Grundlage für die Bewirtschaftung in unseren Partnerwäldern.”
Konkret: Freiwillige aktiv für den naturnahen Wald
Unter Anleitung von Projektleiter Christoph Wehner (Bergwaldprojekt e.V.) werden ca. 20 Freiwillige im Zukunftswald Unterschönau vom 5. bis 11. April 2026 eine Woche lang Zäune bauen zum Schutz der Verjüngung aus Pflanzung, Saat oder Naturverjüngung vor Wildverbiss. Außerdem steht die Sanierung eines Jagdsteiges zur Förderung des ökologisch orientierten Wildmanagements auf dem Programm sowie die Förderung von Mischbaumarten in einem Laubholzbestand.
Untergebracht werden die Helfer*innen in einem Gruppenhaus in Mehrbettzimmern. Ein Koch des Bergwaldprojekts kümmert sich um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Ehrenamtlichen.
Wald-Allianz und Zukunftswald Unterschönau
Die Einsatzwoche wird von Bildungsarbeit begleitet und dadurch u. a. die durchgeführten Arbeiten in einen größeren Umwelt- und Nachhaltigkeitszusammenhang gesetzt. Zusätzlich werden Dorothea Epperlein (Wald-Allianz) sowie Christoph Wehner und Hendrik von Riewel (beide Bergwaldprojekt e.V.) das Konzept der ökosystembasierten Waldbewirtschaftung während der Einsatzwoche in Vorträgen und Exkursionen vorstellen.
Hendrik von Riewel vom Bergwaldprojekt über die Projektwoche: „Wir brauchen ein grundlegendes gesellschaftliches Verständnis dafür, dass all unser Wirtschaften, all unser Wohlstand letztlich auf gesunden Ökosystemen fußt. Wir müssen regional, national und letztlich global wieder lernen, dem Wald zuzuhören, zu hören, was ein gesunder Wald braucht, was seine Grenzen sind, wie wir unser Handeln auf dem Fundament gesunder Waldökosysteme ausrichten können. Das ist letztlich auch für uns Menschen wohltuend. Das praktizieren wir in unseren Waldprojektwochen und wollen den Teilnehmer*innen ein tieferes, erfahrbares Verständnis dafür mitgeben. Sie sollen auch über die Einsatzwochen hinaus darin bestärkt werden, konkret im eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu handeln.“
An die Redaktionen: Pressetermin
Herzliche Einladung zum Pressetermin am Donnerstag, 9. April, um 11 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz des Sportplatzes am Köpfchen in 98587 Steinbach-Hallenberg. Bitte melden Sie sich vorab bei Hendrik von Riewel an, wenn Sie teilnehmen möchten: 0171 3063054.
Bergwaldprojekt e.V.
Das Bergwaldprojekt organisiert seit mehr als 35 Jahren Freiwilligeneinsätze im Wald, Moor und in Offenlandschaften. 2026 bringt der Verein mit seinen Einsatzwochen in Deutschland ca. 5.000 Freiwillige in die Natur. Dazu finden mehr als 170 Projektwochen an gut 90 verschiedenen Standorten in allen Regionen Deutschlands statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme wiederherzustellen und zu stabilisieren, den beteiligten Freiwilligen die Bedeutung und Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und daran mitzuarbeiten, unsere Lebens- und Wirtschaftsweise nachhaltiger zu gestalten. Der Verein finanziert seine Arbeit größtenteils aus Spenden. Dieses Jahr finden zudem 15 einzelne Arbeitstage im Frühjahr und im Herbst in ganz Deutschland statt, an denen unter anderem standortheimische Bäume gepflanzt werden.
Das Bergwaldprojekt ist für den Einsatz der letzten Jahrzehnte mit mehr als 50.000 Freiwilligen vom Bundesamt für Naturschutz als UN-Dekade-Projekt zur Wiederherstellung der Ökosysteme ausgezeichnet.
Wald-Allianz
Die Wald-Allianz versteht sich als Gemeinschaft für gemeinsames, praxisorientiertes Lernen am und vom Wald. Sie vernetzt und stärkt alle, die ihre Wälder sozialökologisch bewirtschaften, weil sie sich in der Verantwortung für Mensch, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft sehen. Denn nur gesunde Wälder leisten, was jede*r Einzelne braucht: sauberes Trinkwasser, Schutz vor Hitze, Dürre und Erosion, einen Raum für Erholung, reine Luft.
Hinter der Wald-Allianz stehen das Bergwaldprojekt, die Naturwald Akademie, Ecosia, Wohllebens Waldakademie, das Econics Institute, die Umweltstiftung Greenpeace sowie Greenpeace e.V. Zu den ersten Wäldern, die das Modell der Wald-Allianz umsetzen, gehören neben dem Zukunftswald im thüringischen Unterschönau der Stadtwald Meiningen, der Gemeindewald Untermaßfeld in Thüringen, die Landeswaldoberförsterei Reiersdorf in Brandenburg, der Kommunalwald des oberbergischen Kreises in NRW sowie die Waldfreunde in Mecklenburg-Vorpommern.
Umweltstiftung Greenpeace
Die Umweltstiftung Greenpeace ist Teil des internationalen Greenpeace-Netzwerks und den Zielen und Werten von Greenpeace verpflichtet. Seit über 25 Jahren ist unsere Stiftung für den Schutz von Umwelt und Natur aktiv und macht sich für ein gutes Leben für alle in einer grünen, friedlichen und gerechten Welt stark. Wir wollen den einzigartigen Naturreichtum unseres Planeten erhalten und setzen uns für den Schutz unserer Lebensgrundlagen ein. Dafür fördern wir wirkungsvolle Projekte und Lösungen und zeigen, wie nachhaltiger Wandel gelingen kann: etwa beim Schutz von Ökosystemen und Artenvielfalt, durch Friedensarbeit und -forschung oder die Förderung nachhaltiger Technologien.
Als eine der ersten Stiftungen in Deutschland haben wir die nachhaltige Geldanlage in unserer Satzung verankert. Mit ethischen, sozialen und ökologischen Standards wirkt unser Stiftungskapital im Sinne des Gemeinwohls. Die Umweltstiftung Greenpeace ist überparteilich sowie politisch und finanziell unabhängig. Seit 2002 arbeiten Stiftung und Bergwaldprojekt in verschiedenen Projekten zusammen.
Pressekontakt:
Hendrik von Riewel Vorstand Projektkoordination Bergwaldprojekt e.V. Tel.: 0171 3063054
Ein Pressebild zum Einsatz können Sie hier herunterladen.
Bitte senden Sie Belegexemplare an presse@bergwaldprojekt.de. Vielen Dank.



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