Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV)
Diskriminierung und Rassismus Teil gesellschaftlicher Realität
DPtV-Seminare stärken fachlichen Austausch zum Thema
Berlin, 27. Februar 2026 – „Viele Menschen erleben Diskriminierung und Rassismus im Alltag und sie wirken sich nachweislich auch auf psychische Gesundheit aus. Diese Erfahrungen spielen deshalb auch in der Psychotherapie eine Rolle und werden professionell berücksichtigt“, erklären Dr. Christina Jochim und Dr. Enno Maaß, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). Die Verbandsakademie CAMPUS bietet Seminare zu diskriminierungs- und rassismussensibler Psychotherapie an. „Damit stärken wir die Sichtbarkeit dieses wichtigen Themas“, sagen Jochim und Maaß.
Psychotherapie verlässlicher Rahmen für Erfahrungen
„Laut einer neuen Studie des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt zu deutschen Behörden gaben zwischen 18 und 26 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwei Jahren beruflich benachteiligt worden zu sein – meistens wegen Alters oder Geschlechts“ betont Elisabeth Dallüge, Stv. DPtV-Bundesvorsitzende. „Diskriminierungs- oder Benachteiligungserfahrungen werden in der Psychotherapie offen besprochen. Das schafft Orientierung für das gemeinsame Verständnis und die Behandlung. Psychotherapie bietet dafür einen verlässlichen Rahmen. Viele Menschen sprechen in der Psychotherapie erstmals vertiefter über solche Erlebnisse. Uns ist wichtig, dieses Thema im fachlichen Austausch weiter zu stärken. Eine diskriminierungssensible Gesundheitsversorgung ist Voraussetzung für Chancengleichheit und muss systematisch gestärkt werden“, betont Dallüge.
CAMPUS-Fortbildungen
In der Online-Fortbildung „Grundlagen diskriminierungssensibler Psychotherapie“ am 11. März 2026 vermitteln Dr. Christina Schütteler und Timo Slotta praxisnahe Zugänge. Sie geben Einblicke in Formen von Diskriminierung und deren Bedeutung für psychische Gesundheit sowie Anregungen, wie diese Aspekte im Behandlungsprozess berücksichtigt werden können. Die Fortbildung „Rassismussensible Psychotherapie – Wie geht das?“ findet am 13./14. März 2026 in Berlin statt. Referent Uli Heidemann beleuchtet Geschichte und typische Mechanismen des Rassismus. Um Rassismus zu erkennen und diesem couragiert entgegentreten zu können, vermittelt er Fertigkeiten zur Strategiebildung im Umgang mit Rassismus.
Informationen und Anmeldung zu CAMPUS-Veranstaltungen:
Grundlagen diskriminierungssensibler Psychotherapie https://t1p.de/bnve0
Rassismussensible Psychotherapie – Wie geht das? https://t1p.de/i78ph
Mit mehr als 37.000 Psychotherapeut*innen ist die DPtV die größte Interessenvertretung für Psychologische Psychotherapeut*innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und Psychotherapeut*innen in Ausbildung in Deutschland. Die DPtV engagiert sich für die Anliegen ihrer Mitglieder und vertritt erfolgreich deren Interessen gegenüber Politik, Institutionen, Behörden, Krankenkassen und in allen Gremien der Selbstverwaltung der psychotherapeutischen Heilberufe.
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